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29. September 2022

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Intelligente Plattformen für industrielle Fertigungsketten

Intelligente Plattformen für industrielle Fertigungsketten© Pexels.com/Castorly Stock

Neue IT-Architekturen und Software-Anwendungen beim Datenmanagement ermöglichen bei Digitalisierungsprojekten nun auch die vernetzte Einbindung älterer Maschinen. K-Businesscom setzt in diesem Kontext nun für Evva ein umfassendes Projekt um.

(Christian Czaak) Ein wesentlicher Eckpfeiler bei vielen betrieblichen Digitalisierungsprojekten ist das ganzheitliche Management von Daten. Deren intelligente Vernetzung kann einzelne Prozessabläufe optimieren bis hin zu übergreifenden Wertschöpfungsketten und neuen Geschäftsmodellen. Das gilt innerhalb eines Unternehmens über unterschiedliche Abteilungen oder betriebsübergreifend und das erstreckt sich von effizienten Produktionsfertigungen über die automatisierte Verwaltung der Kundendaten bis hin zu zielgenauem Lieferantenmanagement mit den verbundenen Logistikketten.

Industrie, Handel, Dienstleister, Gewerbe oder auch Gesundheitseinrichtungen, branchenübergreifend sammeln Unternehmen und Institutionen Daten, bereiten sie auf und analysieren sie anschließend. Im Ergebnis zeigen sich ökonomischere Prozesse, Kostenreduktionen oder eine höhere Qualität der Produkte und Services. Ein Segment, wo die die punktgenaue Verfügbarkeit von aktuellen Daten erfolgskritische Relevanz hat, sind auch industrielle Fertigungsbetriebe.

Vernetzte Sensoren
Ein Beispiel für ein Digitalisierungsprojekt zur intelligenten Steuerung von Produktionsprozessen ist das Unternehmen Evva. Der 1919 gegründete Familienbetrieb für mechanische und elektronische Zutrittssysteme beauftragte K-Businesscom mit der automatisierten Auslesung und Verarbeitung von Maschinendaten. Zielsetzung war eine höhere Effizienz in der Herstellung und eine ganzheitlich gesteigerte betriebliche Wertschöpfung.

Das Anforderungsprofil beinhaltete ein flexibles Konzept zur digitalen Erfassung der Anlagendaten, welches sich entsprechend leicht an die unterschiedlichen Maschinen anpassen lässt und einfach zu betreiben ist. Um nun die Daten aus den über die Jahre gewachsenen und entsprechend heterogen Maschinenanlagen konsistent abrufen, verarbeiten und weiterleiten zu können, wurden software-gestützte Sensoren in verschiedenen Bereichen der maschinellen Produktionsstrecke implementiert und vernetzt. Im zweiten Schritt werden die sodann gewonnen Daten in einer cloud-basierten Datenbank gespeichert und strukturiert aufbereitet.

Datenbank in der Cloud
„Bei den modernen CNC-Maschinen von Evva werden Daten über spezielle Software-Systeme wie Open Source Fledge erfasst, die technologisch auf offenen Plattformen mit standardisierten Schnittstellen beruhen, sogenannte Open Platform Communication“, sagt Thomas Nenning, Solution Architect bei K-Businesscom. Ältere Maschinen wiederum werden für die Datenerfassung mit sensorgestützten Koppelungen als Internet-of-Things-Anwendung ausgestattet.

Alle derart gesammelten Daten werden sodann aggregiert und in die spezielle Datenbank in der Cloud von Microsoft Azure weitergesendet, um sie dort zu archivieren und zu visualisieren. „Der Proof of Concept war für uns entscheidend. Die von K-Businesscom dafür vorgeschlagenen Bausteine haben optimal zu unserer Digitalisierungsstrategie gepasst, das Projekt wurde End-to-End gedacht und gemacht. Wir haben in diesem ganzen Prozess eine Menge für unser Unternehmen gelernt“, sagt Florian Pauker, Projektmanager Digitalisierung bei Evva.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 19.09.2022