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27. Februar 2021

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Millionenschwere Entlastung für Niederösterreichische Unternehmen

Millionenschwere Entlastung für Niederösterreichische Unternehmen© Pexels.com/Eberhard Grossgasteiger

Spitze der Niederösterreichischen Landesregierung und Niederösterreichische Wirtschaftskammer verständigen sich auf Aussetzung bestimmter Abgaben und unterstützen damit Gemeinden und Betriebe in aktueller Krisensituation zusätzlich.

(red/cc) Die Gemeinden heben alljährlich den sogenannten Interessentenbeitrag von Betrieben ein, die mit dem Tourismus in Niederösterreich in Verbindung stehen. Das sind neben klassischen Tourismusbetrieben wie Hotels und Wirtshäusern auch Fremdenführer, Konditoreien, Bäckereien oder auch Gärtner. Rund 20.000 Betrieben wird der Betrag vorgeschrieben, diese zahlen pro Jahr zwischen 10 und 2.300 Euro. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der jeweiligen Branche und der Einstufung der Standortgemeinde. Für Betriebe in Tourismusgemeinden fallen höhere Abgaben an als für jene mit geringem touristischem Aufkommen. Die Erträge des Interessentenbeitrages sind für die Weiterentwicklung und Förderung des Tourismus in der jeweiligen Gemeinde zweckgewidmet.

Gemeinden werden Mindereinnahmen ersetzt
„Auch wenn der Beitrag für den einzelnen Betrieb in der Regel nicht recht hoch ist, gilt es jetzt, Belastungen von der schwer gebeutelten Tourismuswirtschaft möglichst fernzuhalten. Wir werden diesen Interessentenbeitrag heuer wieder aussetzen und den Gemeinden die Mindereinnahmen ersetzen“, erläutert Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich. „Mit dieser Maßnahme setzen wir ein wichtiges Signal für 20.000 niederösterreichische Betriebe, die im Zuge der Corona-Krise mit großen Herausforderungen konfrontiert sind. Diese Betriebe werden von der Beitragspflicht zum Interessentenbeitrag entbunden und somit um rund 10 Millionen Euro entlastet“, betont die Landeschefin.

Kombination mit weiteren Unterstützungen
Die Maßnahme passiert in Kombination mit weiteren Unterstützungen, darunter etwa neue Förderschienen für Investitionen in Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe nach dem Auslaufen der Investitionsprämie des Bundes sowie verstärkten Marketingaktivitäten der Niederösterreich Werbung. „Jeder einzelne Euro, mit dem wir unsere Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe entlasten, trägt dazu bei, dass diese gestärkt aus der Krise hervorgehen“, unterstreicht Jochen Danninger, Landesrat für Tourismus und Wirtschaft in Niederösterreich.

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Economy Ausgabe Webartikel, 18.02.2021