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26. October 2020

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Kehrseite der Content-Medaille

Kehrseite der Content-MedailleAPA

Die "Mobile Revolution" hat ihre Versprechen wahr gemacht: Nahezu jede Information ist überall und jederzeit verfügbar.

Mittlerweile hat man selbst bei fünf Minuten Wartezeit an der Bushaltestelle via Smartphone zu mehr Informationen Zugang als noch vor nicht allzu langer Zeit bei einem Besuch in der Nationalbibliothek.
Allerdings: Die Technologie hat gleichzeitig dazu geführt, dass in jeder Lebenssituation auch Inhalt produziert werden kann. Der eigene Blog um einen Gedanken erweitert, ein Posting auf einer Social-Media-Applikation verfasst, und daneben noch ein paar Fotos in die Cloud hochgeladen - auch das ist geschafft, bevor der Bus seine Türen öffnet.
Was das bedeutet, erkennt auch jeder private User, wenn er bemerkt, wie viele Bilder mittlerweile von einer Urlaubswoche mitgebracht werden. Die Flut an Inhalten steigt exponentiell, und diese Masse an "Content" hat längst auch seine chaotisch-unübersichtlichen Seiten.

Was für private User zählt, wird für Unternehmen eine ständig größere Herausforderung und führt zur Frage: Wie strukturiere ich meine Daten so, dass nicht Orientierungslosigkeit, sondern tatsächlich ein produktiver Nutzen erzeugt wird?
Medienhäuser sind dabei besonders gefordert und arbeiten intensiv an Content-Management-Systemen, die den ohnehin immer in Zeitnot befindlichen Redakteuren dabei helfen, die gewünschte Inhalte sinnvoll darzustellen. "Habe ich alle Informationen?" ist längst nicht mehr die einzige Frage einer intensiven Recherche. Priorität hat mittlerweile: "Habe ich die richtigen und wichtigen Informationen?". Dabei genügt nicht nur Erfahrung, es benötigt auch eine intelligente Such-Technologie.

Zur Person:
Marcus Hebein, 43, ist stellvertretender Chefredakteur der APA - Austria Presse Agentur

Marcus Hebein, Economy Ausgabe 999999, 31.01.2014