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29. Juli 2021

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Arbeitsplätze und Wertschöpfung durch gesellschaftliches Engagement

Arbeitsplätze und Wertschöpfung durch gesellschaftliches Engagement© Pexels.com/Alena Koval

Erste Studie zu Social Entrepreneurship in Österreich belegt Wachstum bei Unternehmen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Innovation, Digitalisierung und Frauen weitere Merkmale der Social Businesses.

(red/czaak) Die Themen nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen motivieren junge Menschen heute viel mehr als noch vor 20 Jahren. Mit dem „Social Entrepreneurship Monitor Österreich 2020“, der im Auftrag des Wirtschaftsministeriums von Social Entrepreneurship Network Austria erstellt wurde, liegt nun erstmals eine fundierte Datengrundlage für Österreich vor. Die Untersuchung der Bedürfnisse von Social Entrepreneurs sollen dabei auch Basis für Maßnahmen zu deren Weiterentwicklung sein.

Unter Social Entrepreneurship versteht man gesellschaftliches Unternehmertum, das sich der Lösung gesellschaftlicher oder ökologischer Probleme verschrieben hat. Dieses Segment wächst national wie international. „Die Corona-Krise zeigt uns deutlich, dass neue Modelle des Wirtschaftens gefragt sind. Im Zentrum stehen Communities und neue Formen der Zusammenarbeit und Unterstützung, viele davon digitalisiert. Hier sind die Social Entrepreneurs Vorreiter“, sagt Margarete Schramböck, Bundesministerin für Wirtschaft und Digitalisierung.

Agile Social Entrepreneurship-Landschaft mit rund 2.300 Social Businesses
Österreich verfügt mit rund 2.300 Social Businesses über eine agile Social Entrepreneurship-Landschaft, die in etwa gleich groß wie die StartUp-Szene ist. Die Studie zeigt für diese Unternehmen einen Innovationsgrad von über 70 Prozent und einen Digitalisierungsgrad von fast fünf Prozent. 56 Prozent der Social Businesses sind nach Eigendefinition auch Start-Ups und fast die Hälfte der Entrepreneure in diesem Feld Frauen, so weitere Ergebnisse des nun vorliegenden Social Entrepreneurship Monitors. „Social Enterprises/Businesses schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung, sie bieten zudem innovative Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen“, unterstreicht Schramböck.

Es gibt aber auch Herausforderungen. „Die Social Entrepreneurs haben nicht nur mit mangelnder öffentlicher Sichtbarkeit und Kenntnis ihres Konzepts zu kämpfen, sondern oft auch mit großen Finanzierungsproblemen“, sagt Constanze Stockhammer, die Studienautorin. „Es fehlt der Zugang zu klassischen Geldquellen, aber auch Impact Investoren und Stiftungsmitteln. Letzteres ist in Deutschland beispielsweise ganz anders“, betont Stockhammer. Zur Erhöhung von Sichtbarkeit und Abgrenzung der Zielgruppe sei auch ein öffentlich wirksames rechtliches Konstrukt erforderlich. „Das könnte ein eigenes Register für Social Enterprises sein, wie es in Dänemark der Fall ist“, so Stockhammer.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 19.04.2021