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17. Juli 2018

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Der Mensch lenkt und die Maschine denkt

Der Mensch lenkt und die Maschine denkt© Bilderbox.com

Um in Zeiten der Digitalisierung effizient und wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es schnelle und flexible Lösungen anstatt langfristiger Optimierungsprojekte.
Voraussetzung sind intelligente Netzwerke, die von einzelnen Wertschöpfungsketten bis zu ganzheitlichen Architekturen gehen.

Automatisierte Kommunikation zwischen Maschinen (M2M), Cloud-Plattformen und –Applikationen oder moderne IoT-Lösungen werden primär in Serviceprozessen eingesetzt. Zielsetzung ist die Optimierung von Aufwand und Wartung mit der Reduktion manueller Tätigkeiten, der Vermeidung von Fehlern bei Routineaufgaben und eine insgesamt schnellere Umsetzung ohne lange und komplizierte Implementierungszyklen.

Weniger Fehlerquellen und mehr Sicherheit für größere Aufgabengruppen
T-Systems hat nun eine sogenannte Robotic Process Automatisation (RPA) entwickelt, die kurzfristig Standard- und Routineaufgaben sowie Simulationen für den Endanwender übernimmt, ohne Anpassung von Applikationen oder tiefgreifenderen Integrationsprozessen in IT-Systemen. In einem Pilotprojekt mit einem großen deutschen Post- und Logistikbetrieb zeigt sich Qualität und Schnelligkeit mit extrem kurzen TimeToMarket-Abläufen von nur drei bis vier Wochen.
Die softwaregestützte Automatisation entwickelt sich in vielen Branchen zu einer übergreifenden Querschnittsmaterie. „Die Philosophie ist, mit weitaus weniger personellen Ressourcen, Fehlerquellen und mit mehr Sicherheit immer größere Aufgabengruppen erledigen zu lassen,“ so Peter Lenz, Mitglied der Geschäftsführung von T-Systems Österreich. Ein verwandter Schwerpunkt im praktischen Anwendungsbereich von mittelständischen Unternehmen oder Industriebetrieben betrifft das Internet der Dinge (IoT). „Hier geht es primär um effizientere Nutzung etwa von Maschinen, Werkzeugen oder Gütern, die mittels Rückmeldung aus Produktionsprozess oder Logistikkette besser und sicherer gestaltetet werden können,“ erläutert Lenz. 

Günstigere und technisch bessere Lösungen
Ein Unternehmen im Bereich Steuerung und Automatisierung ist die Innsbrucker Conelcom GmbH. Das Herzstück ist „Controllino“, eine speicherprogrammierbare Steuerung für eine Vielzahl an Anwendungsbereichen. Verkaufsautomaten, Speiseeis-Maschinen oder Fahrrad-Waschanlagen gehören ebenso dazu wie Bereiche der Gebäudeautomatisierung. Controllino ist als Steuerungselement aber auch in vielen Spielen enthalten. „Überall wo es Sensoren, Schalter oder Motoren gibt, können Steuerungsaufgaben einfacher, günstiger oder technisch besser gelöst werden,“ erläutert Christian Lechner, Leiter Sales & Marketing bei Conelcom.
Die Kundenliste geht von Spieleherstellern über Staubsaugerproduzenten bis zur Autoindustrie. Primäre Zielgruppe sind Techniker oder Ingenieurbüros, die sich auch bei der Programmierung auskennen. Der Vertrieb erfolgt über einen englischsprachigen Online-Shop mit einer durchgehenden Wertschöpfungskette vom Produkt über Lieferung bis Abrechnung.
Für Konzept, Implementierung und Abwicklung der Bezahlmodalitäten wurde der Zahlungsdienstleister Wirecard CEE engagiert. „Das Zusammenspiel zwischen Wirecard und unserer ausführenden Werbeagentur war perfekt, außer drei E-Mails und einem Telefonat hatten wir für die Umsetzung keinerlei Aufwand,“ so Marco Riedesser, CTO bei Conelcom. Gefragt nach kritischen Parametern für einen Online-Shop, nennt Riedesser die klare Definition benötigter Funktionalitäten und die Integration bestehender Logistik-Strukturen mit Möglichkeiten zu Automatisierung und Kosteneinsparung.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.04.2018