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26. Mai 2016

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Verwundbare Autos

Verwundbare Autospiqs.de/winkel

Connected Cars, also vernetzte Autos sind ihren Fahrern nicht geheuer – Sicherheit und Datenschutz stehen im Zentrum der Bedenken.

Mehr als die Hälfte der deutschen Autofahrer hat Bedenken, was die Sicherheit von Assistenzsystemen im Auto angeht. Durch die Internetanbindung wird das Auto angreifbar für Cyberkriminelle – das betrifft etwa die adaptive Geschwindigkeitsanpassung oder das automatische Einparken.
Vor dem Hintergrund immer stärker integrierter Anwendungen machen sich 46 Prozent der Autofahrer auch über den Datenschutz Gedanken. Zum Beispiel entwickeln sich Navigationsanwendungen dahin, dass sie Parkplätze nicht mehr nur finden, sondern auch für den Fahrer reservieren und automatisch bezahlen. Dadurch steigt das Risiko eines Verlusts von Kreditkarten- oder anderen persönlichen Daten.

Volle Kontrolle fehlt

Während nach Ansicht der meisten Autofahrer die Hersteller für die Sicherheit eines Autos haften sollten – nämlich auch dann, wenn sie einzelne Programme von unabhängigen Softwarefirmen zugekauft haben –, haben alle interviewten Hersteller Sicherheitsbedenken gegenüber Anwendungen, die sie nicht selbst entwickelt haben. Diese könnten dazu führen, dass der Hersteller nicht mehr die volle Kontrolle über die Sicherheit des Fahrzeugs hätten.
Nach Ansicht der IDC-Experten wird es noch bis zu drei Jahre dauern, bis IT-Anwendungen und Systeme im Auto ausreichend gegen Cyberbedrohungen geschützt sind. Das IDC prognostiziert aber auch, dass der Markt für das Connected Car heuer einen Gesamtwert von über 140,3 Milliarden US Dollar beziehungsweise 127,5 Milliarden Euro erreichen wird. Für die Studie, die das Marktforschungsinstitut IDC gemeinsam mit dem IT-Sicherheitsunternehmen Veracode durchgeführt hat, wurden mehr als 1.000 Autofahrer in Deutschland und Großbritannien befragt.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 22.03.2016