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27. Mai 2018

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Kommunikation und Sicherheit als digitale Querschnittsthemen

Kommunikation und Sicherheit als digitale Querschnittsthemen© Bilderbox.com

Vernetzung und größtmöglicher Schutz der Anwendungen betreffen nahezu alle technologischen Innovationen.

Zielsetzung im Einsatz digitaler Services ist nutzenorientierter Mehrwert für Mitarbeiter, Kunden oder Bürger. Gesicherte Infrastrukturen und Kommunikation in Dialogform spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Marktgemeinde Leobersdorf im Bezirk Baden kommuniziert mit ihren rund 5.000 Einwohnern über Gemeindeblatt, Website oder Info-Screens und seit kurzem auch über eine eigene Handy-App. Um Bürger rasch und multimedial zu informieren, setzen die Leobersdorfer nun auf WhatsApp und beauftragten den Dienstleister ATMS mit der Umsetzung. Nach Schulungen und einer Testphase über die Gemeinde-Website, folgte der Start mit einem wöchentlichen Newsletter über Aktuelles aus der Gemeinde und im nächsten Schritt Ad-hoc-Infos etwa zu Baustellen oder Sicherheitswarnungen sowie Spezialkanäle zum Thema Freizeit.
Der WhatsApp-Service funktioniert als Dialogkanal aber auch in die andere Richtung. Bürger wenden sich mit Fragen an die Gemeinde oder informieren diese etwa bei Vandalismus wo sie dann auch Fotos zur Schadensdokumentation senden können. „Wir möchten den Bürger dort erreichen, wo er gerade unterwegs ist. Das Angebot wurde sehr gut aufgenommen und wird weiter ausgebaut“, sagt Harald Sorger, Vizebürgermeister von Leobersdorf.

Die größten Sicherheitsrisken
Dienstleistungen für Bürger wie Konsumenten sind ein Teil der Digitalisierungsbestrebungen von Kommunen und Unternehmen, andere betreffen die Infrastruktur etwa für Verkehr, Energie oder generelle IT-Systeme und hier bekommt dann das Thema Sicherheit eine besondere Relevanz.
Das Fujitsu Security Operations Center beobachtet die internationalen Entwicklungen und definiert in regelmäßigen Reports die größten Sicherheitsrisiken. Der aktuelle Bericht enthält ein Ranking der realen Bedrohungsszenarien mit besonderem Fokus auf Cyber-Attacken und deren Angriffsziele. Als eine der größten Schwächen machen die Fujitsu-Experten die verschiedenen Zugriffs-Kanäle auf den Kern geschäftskritischer IT-Systeme aus. Aktuell werden diese zumeist entwickelt, um mobilen Nutzern auch von unterwegs Zugang zu bestimmten Netzwerken zu geben.
Geraten diese Zugangsdaten in falsche Hände, können schädigende Aktivitäten auch über längeren Zeitraum unerkannt bleiben. Die Fujitsu-Experten erwarten zudem mehr Angriffe über eigene Trojaner, die ältere und leicht angreifbare Back-Office-Anwendungen ins Visier nehmen sowie Attacken im Bereich Smart Cities, wo Hacker über Schwachstellen bei den Protokollen für intelligent vernetzte Geräte sogar ganze Stromnetze lahmlegen könnten. Abhilfe schaffen Frühwarnsysteme, die aktiv Bedrohungen abwenden bevor sie zum Problem werden. Fujitsu erörtert im Bericht aber auch, dass Cyber-Kriminelle sich ebenfalls dieser neuen Technologien bedienen werden, um bisher unbekannte Angriffe zu starten.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 05.02.2018