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19. Januar 2019

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Medien statt Freizeit, Sport und Sex

Medien statt Freizeit, Sport und Sex© piqs.de/decalntm

Die intensive Nutzung aller Arten von Medien dominiert zunehmend das Freizeitverhalten der Menschen. Durchgehende Verfügbarkeit und Angst etwas zu verpassen als Ursache, so eine aktuelle Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen.

Die aktuelle Umfrage unter 3.000 deutschen Bundesbürgern des "Freizeit-Monitor 2018" der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zeigt, dass Menschen heutzutage immer weniger Zeit für Gartenarbeit, Heimwerken, Sport oder Sex haben. Im Vordergrund stehen TV-Konsum oder Musik hören, Zeitung lesen, Internetsurfen oder Telefonieren. Grund dafür ist Dominanz und Überangebot verschiedenster Medien, eigene Bequemlichkeit und die Angst etwas zu verpassen, so ein Bericht von Pressetext Austria.
Gerade jüngere Menschen glauben etwas zu verpassen oder in Vergessenheit zu geraten, wenn sie nicht ständig online sind. Sie telefonieren besonders viel, antworten auf jede Nachricht sofort oder kommentieren entsprechende Social Media Infos. Durch diese Dauerberieselung und die mediale Überflutung fühlen sich nun immer mehr Bürger überfordert und wünschen sich, öfters mal abzuschalten.

Zwischenmenschliche Aktivitäten nur zweitrangig
Die eigene Freizeit ist den Menschen weiterhin lieb und teuer – aber immer weniger Deutsche verbringen ihre freie Zeit mit klassischen Freizeitaktivitäten wie Sport, Musizieren, Gartenarbeit, Heimwerken oder auch Ausflügen. Nur noch drei soziale Aktivitäten (Zeit mit dem Partner verbringen, über wichtige Dinge reden und Kaffeetrinken) sowie vier regenerative Beschäftigungen (seinen Gedanken nachgehen, Ausschlafen, sich in Ruhe pflegen, Faulenzen) schaffen es ins Ranking der häufigsten Freizeitbeschäftigungen.
Zwischen den Geschlechtern zeigen sich Parallelen wie Unterschiede. Frauen wie Männer würden gerne öfter spontan sein und etwa mehr Ausflüge machen oder öfter einfach einmal ausschlafen. Frauen wünschen sich einen Einkaufsbummel zu unternehmen, tanzen zu gehen, Wellness-Angebote zu nutzen oder ein Musical zu besuchen. Männer würden sich wiederum gerne öfter handwerklich betätigen, zum Stammtisch gehen, mit dem Auto oder Motorrad unterwegs sein sowie häufiger Sex haben - was meist aber nicht klappt.

Gelebter Stress statt gewünschter Entspannung
Den Studienautoren zufolge gleicht der Freizeitalltag vieler deutscher Bundesbürger einer regelrechten Stress-Rallye. Viele Betätigungen passieren parallel oder werden laufend wechselweise verbunden. Die Menschen wollen möglichst überall dabei sein und haben Angst etwas zu verpassen. Die Freizeit ist entsprechend zu dicht verplant, jede Minute wird versucht zu optimieren und zu nutzen. Vom Wunschdenken her würden sie sich aber eigentlich lieber mit Freunden treffen, spontan ihren Bedürfnissen folgen oder einfach gern mal faul auf der Couch liegen, um den eigenen Gedanken nachgehen zu können.

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PressetextAustria/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 14.12.2018