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27. August 2016

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Österreichs Nachwuchswissenschafter unter Europas Spitze

Österreichs Nachwuchswissenschafter unter Europas SpitzeDas Salzburger Siegerteam. (c) AWS_EU-Contest

Zwei Siegerteams aus dem österreichischen Bewerb „Jugend Innovativ“ begeisterten die internationale Jury beim EU-Contest for Young Scientists in Mailand.

Das Projekt „Tendon Tissue Engineering“ aus Salzburg sicherte sich im Wettbewerb den zweiten Platz.

103 Projekte von 160 Jungwissenschafter aus 38 Ländern
Zwei Jugend Innovativ Projekte aus Salzburg und Niederösterreich haben Österreich erfolgreich beim 27. European Union Contest for Young Scientists in Mailand vertreten. Von 17. bis 22. September traten sie im Wettbewerb gegen über 160 andere Jungwissenschaftler aus 38 Ländern an.
Unter 103 teilnehmenden Projekten erreichte der Salzburger Beitrag „Tendon Tissue“ den 2. Platz und erhielt darüber hinaus noch einen „Host-Award“ des Italian Institute of Technology (IIT). Ebenfalls einen „Host-Award“ konnte das Projekt „Helikopterwellenprüfstand“ („Fatigue Limit Test Stand“) aus Niederösterreich gewinnen. Der mit 2.000. Euro dotierte Sonderpreis wurde von der Salvetti Foundation vergeben.

Heilungsprozess von Sehnen und Helikopter-Antriebe
Die Schüler Michael Bayrhammer und Florian Thaller der HTL Salzburg haben sich mit einem Projektteam aus insgesamt 15 Schülern mit dem Heilungsprozess von Sehnen beschäftigt. Letztendlich entwickelten Sie ein System, das den Prozess der Einspannung von Sehnen in einen Bioreaktor wesentlich beschleunigt. Das Team erreichte für sein Projekt bereits beim vergangenen Jugend Innovativ Wettbewerb der Austria Wirtschaftsservice den ersten Platz in der Kategorie Science.
Aus Niederösterreich konnten die Schüler Lorenz Sauerzopf und Stefan Fuchs aus der HTL Mödling einen vollautomatischen Prüfstand für die Heckantriebswellen von Helikoptern entwickeln. Mit der Konstruktion soll die Festigkeit und die Torsionssteifigkeit der Heckantriebswellen geprüft werden.

Vizekanzler Mitterlehner und Bildungsministerin Heinisch-Hosek gratulieren
„Unsere jungen Forscher haben im internationalen Vergleich mit viel Kompetenz und Kreativität gepunktet. Sie zeigen, dass Schlüsselqualifikationen gepaart mit Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz zum Erfolg führen“, gratuliert Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, dessen Ressort den Jugend-Innovativ-Wettbewerb in Österreich unterstützt.
„Ich gratuliere unseren Nachwuchs-Forschern zu ihrer ausgezeichneten Leistung in einem sehr kompetitiven, internationalen Umfeld. Eindrucksvoll zeigen sie uns vor, was wir in Österreich sowohl in Ausbildung als auch im Wirtschaftsleben brauchen: Innovationsgeist, Umsetzungsstärke und den Willen, sich auch international zu beweisen“, betont Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

European Union Contest for Young Scientists
Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forscherinnen und Forschern. Insgesamt beteiligten sich 169 talentierte Jungwissenschaftler/innen aus 39 Ländern.
Die Jugendlichen präsentierten in elf Wettbewerbsdisziplinen 103 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet wurden. Seit 1989 standen österreichische SchülerInnen beim EU-Contest for Young Scientists bereits 23 Mal am Siegerpodest.

Jugend Innovativ
Jugend Innovativ ist der größte österreichische Schulwettbewerb für innovative Ideen. Er wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie des Bundesministeriums für Bildung und Frauen von der Austria Wirtschaftsservice GmbH abgewickelt.
Jugend Innovativ wird unterstützt von der Raiffeisen Klimaschutz Initiative, T-Systems Austria und Merck. Bisher haben über 7.000 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen, die insgesamt Zuschüsse in der Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für ihre Projekte erhielten.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 25.09.2015