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21. März 2019

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Neue Therapie gegen Brustkrebs

Neue Therapie gegen Brustkrebs© piqs.de/josef t rezaie

Karl Landsteiner Privatuniversität entwickelt neuen Wirkstoff für bessere Anwendung etablierter Krebsmedikamente mit Potenzial für klinischen Einsatz. Forschungsergebnis beruht auf internationaler Kooperation mit Wissenschaftern aus Deutschland, USA und China.

Bei der Behandlung von Krebs ist mehr als bei jeder anderen Erkrankung zwischen dem wirkungsvollen Eliminieren entarteter Körperzellen und dem Vermeiden von irreparablen Schäden an gesunden Zellen abzuwägen. Eine Arbeitsgruppe um den Mediziner Klaus Podar von der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KLU Krems) veröffentlicht nun Forschungsergebnisse zu einem neuen Wirkstoff gegen Brustkrebs, der in Laboruntersuchungen eine bessere Verträglichkeit als vergleichbare Substanzen zeigt und die Wirksamkeit etablierter Krebsmedikamente erhöhen könnte.

Aktivierung des natürlichen Zelltodes
Seine Wirkung beruht auf der Aktivierung des natürlichen Zelltodes (Apoptose) – einem zellulären Mechanismus, der bei vielen Tumorzellen ausgeschaltet ist und deshalb deren ungehinderte Vermehrung verursacht. Die Ergebnisse zu der neuen Substanz wurden jetzt international publiziert und aus Sicht der KLU empfiehlt sich dieser Wirkstoff nun für die klinische Entwicklung. Die KLU-Forscher arbeiteten dafür federführend mit Kollegen der Universität Heidelberg, der Harvard Medical School und weiteren Gruppen aus den USA und China zusammen.

Weitere Medikamentenentwicklung in klinischer Studie
"Die von uns getestete Substanz macht Tumorzellen wieder sterblich", erläutert Sonia Vallet von der klinischen Abteilung für Innere Medizin des Universitätsklinikum Krems und Studienautorin. "Damit verringert sie die Lebensdauer von Brustkrebszellen und/oder die Entstehung von Resistenzen gegen bestimmte Krebsmedikamente. Beides sind Effekte, die sich natürlich positiv auf eine Behandlung auswirken. Unser Wirkstoff ist ein interessanter Kandidat für die weitere Medikamentenentwicklung in einem klinischen Setting“, so Vallet.

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red/mc, Economy Ausgabe Webartikel, 14.12.2018