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29. September 2022

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Übergreifende Partnerschaft als Basis für Innovation

Übergreifende Partnerschaft als Basis für Innovation© Pexels.com/pixabay

Industriebetriebe und IT-Dienstleister entwickeln mit Campus-Netzen neue Produktionsumgebungen. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom hat T-Systems mit dem Leuchtenhersteller ams Osram im Werk Schwabmünchen (D) ein derartiges Campus-Netzwerk entwickelt.

(red/czaak) Die Digitalisierung von Prozessketten über Abteilungen und Unternehmensgrenzen hinaus dient zunehmend als Basis für moderne Produktionsumgebungen und Logistikabläufe. Eine aktuelle Entwicklung im Bereich der Industrie ist die drahtlose Vernetzung von Produktionsstätten mittels kombinierter Netzwerk-Infrastrukturen auf Mobilfunkbasis, sogenannte Campus-Netzwerke.

Primär für Anforderungen im Bereich Internet-of-Things (IoT) oder Industrie 4.0 Anwendungen gedacht, können damit etwa autonome Logistik-Roboter gesteuert und Maschinen aus der Ferne gewartet werden. Komplette Produktionsprozesse passieren in Echtzeit und das inkludiert auch Analyse und punktgenaue Nutzung aller anfallenden Datenströme.

Höheres Automationsniveau
Als eine Art exklusives Mobilfunknetz für ein definiertes lokales Betriebsgelände sind Campus-Netze auf die individuellen Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten. „Der Kundennutzen liegt in der Erhöhung der Geschwindigkeit und Flexibilität für Produktionsprozesse, einer Steigerung der Produktivität und der Erhöhung des Automationsniveaus“, sagt Peter Lenz, Managing Director von T-Systems Alpine.

Gemeinsam mit der Deutschen Telekom hat T-Systems mit dem Leuchtenhersteller ams Osram im Werk Schwabmünchen (D) ein derartiges Campus-Netzwerk entwickelt. Primär um Produktions- und Logistikverfahren zu beschleunigen und Maschinen in diesem Umfeld drahtlos zu vernetzen, wurde auf dem Werksgelände zusätzlich zum öffentlich verfügbaren Funknetz ein separates Netz auf Basis der neuen 5G-Mobilfunkgeneration umgesetzt.

Ams Osram kann so vorhandene Netzkapazitäten unabhängig von anderen Nutzern verwenden, weil das exklusive Campus-Netz nicht öffentlich zugänglich ist. Damit eine Kommunikation mit externen Zulieferbetrieben und Dienstleistern möglich ist, wird das private Campus-Netz dann separat an das normale Mobilfunknetz angebunden.

Garantierte Bandbreiten
„Für effiziente Produktionsabläufe sind Geschwindigkeit und Flexibilität unserer Geräte und Maschinen extrem wichtig. Das Projekt der integrierten Campus-Lösung bietet uns die Möglichkeit zu testen, wie wir dies mit neuen Technologien in Zukunft weiter ausbauen und optimieren können“, so Ralf Zajewski, Head of Digital Factory Automotive bei ams Osram. 

Generell ermöglicht diese Netzwerk-Infrastruktur bestimmte Eigenschaften, die für digitale Wertschöpfungsketten in modernen Industrieumgebungen unverzichtbar sind. „Dazu gehören eine extrem hohe Datensicherheit, schnelle Datenübertragung mit niedrigen Latenzzeiten, garantierte Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten und in Summe eine maximale Zuverlässigkeit bei wenig Energiebedarf“, ergänzt Peter Lenz von T-Systems Alpine.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 23.05.2022