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12. November 2019

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Rekordumsätze als Gewohnheitsfaktor

Rekordumsätze als Gewohnheitsfaktor© Bilderbox.com

Die börsennotierte Kapsch TrafficCom AG steigert im vierten Jahr in Folge die Umsätze in allen betrieblich relevanten Segmenten und übertrifft in Summe erstmals die 700 Euro-Millionen Marke. Zahlreiche neue Projekte aus aktuellem Geschäftsjahr untermauern auch das weitere Wachstum.

(Christian Czaak) Die börsennotierte Kapsch TrafficCom kann trotz eines schwächeren ersten Halbjahres auf ein in Summe überaus erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2018/19 zurückblicken. Der Konzernumsatz stieg um über 6 Prozent auf knapp 738 Millionen Euro und damit erstmals auf über 700 Mio.. Das Betriebsergebnis vor Steuern (EBIT) konnte um nahezu 14 Prozent (+13,9 % exakt) gesteigert werden und erreichte genau 57 Mio. - was einer EBIT-Marge von fast 8 Prozent entspricht (7,7 % exakt). Steuereffekte in Brasilien im Ausmaß von in Summe minus 2,0 Mio. Euro verhinderten ein noch besseres Ergebnis.
"Wir konnten das vierte Jahr in Folge den Umsatz steigern und 2018/19 erstmals die Schwelle von 700 Millionen Euro überschreiten. Gleichzeitig verbesserten wir auch das EBIT im Vergleich zum Vorjahr“, erläutert Georg Kapsch als CEO von Kapsch TrafficCom. „Die zahlreichen neuen Projekte aus dem Wirtschaftsjahr 2018/19 geben uns auch für die nächsten Jahre Stabilität und bilden die Basis für weiteres Wachstum", unterstreicht der Boss des Wiener Traditionskonzerns, zu dem neben Kapsch TrafficCom auch Kapsch BusinessCom, Kapsch CarrierCom, Kapsch Public TransportCom und Kapsch Components gehören.

Wachstum wird von beiden Hauptsegmenten getragen
Das neuerliche Rekordergebnis resultiert aus der guten Entwicklung der beiden wichtigsten Unternehmensbereiche Electronic Toll Collection (ETC) und Intelligent Mobility Solutions (IMS). Gesondert verantwortlich waren dafür insbesondere höhere Errichtungsumsätze im Segment ETC und gesteigerte Betriebsumsätze im Segment IMS. Umgelegt auf die Regionen war Amerika mit Nord-, Mittel- und Südamerika der primäre Umsatztreiber im vierten Quartal.

Die gesteigerte Profitabilität bei Errichtungsprojekten sowie die geringeren Kosten bei Betriebsprojekten führten entsprechend zu einem kräftigen Anstieg des (EBIT). Das höhere EBIT, ein nur leicht negatives Finanzergebnis sowie der geringere Steueraufwand führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlich besseren Periodenergebnis mit 46,6 Mio. (Vorjahr: 28,0 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von 3,68 (Vorjahr: 2,21 Euro) entspricht.

Weiterhin stark war und ist auch die Eigenkapitalquote mit 38,2 Prozent (31. März 2018: 37,0 %). „Auf Basis dieser erfreulichen Ergebnisse für das Wirtschaftsjahr 2018/19 und der robusten Bilanz wird der Vorstand von Kapsch TrafficCom der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von erneut 1,50 je Aktie (in Summe 19,5 Mio. Euro) vorschlagen“, so Georg Kapsch.

Einzelne Ergebnisse und Ausblick
Knapp 76 Prozent (75,7 % exakt) des Umsatzes im Wirtschaftsjahr 2018/19 entfielen auf das ETC-Segment. Auf das IMS-Segment entfielen über 24 Prozent (24,3 % exakt). Der Umsatz wurde zu über 58 Prozent in der Region Europa-Mittlerer Osten-Afrika (EMEA), zu über 34 Prozent in der Region Amerika (Nord-, Mittel-und Südamerika) und zu knapp über 7 Prozent in der Region Asien-Pazifik (APAC) erwirtschaftet.

Im Wirtschaftsjahr 2019/20 soll der Umsatz um mindestens 5 Prozent gesteigert werden. Wichtigster Wachstumsmarkt in den nächsten Jahren ist Nordamerika (USA und Kanada). Dort sollten „gute zweistellige Wachstumsraten möglich sein“, so Kapsch weiter, der dabei von der regionalen Umsatzbasis von rund 200 Mio. Euro im Wirtschaftsjahr 2018/19 ausgeht. Auch das EBIT sollte im neuen Wirtschaftsjahr um mindestens 5 Prozent zu steigern sein.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 25.06.2019