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21. September 2021

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Produktionssteigerungen versus Materialmangel

Produktionssteigerungen versus Materialmangel© Pexels.com/Kateryna Babaieva

In Deutschland verbessern sich die Produktionserwartungen der Industrie. Gleichzeitig verschärft sich der Materialmangel. Das ifo-Institut sieht die Beschaffungsprobleme als Gefahr für Aufschwung und Inflation.

(red/czaak) Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich im August weiter verbessert, so das Münchner ifo-Institut nach seiner regelmässig durchgeführten Umfrage bei deutschen Industrie-Unternehmen. Gestiegen sind die Erwartungen in Autobranche, Chemie und im Maschinenbau. Gesunken ist der Wert in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie in der Herstellung von Möbel. „Die Firmen hoffen, dass sich die Lieferengpässe bei Vorprodukten nun langsam auflösen“, sagt Klaus Wohlrabe, der Leiter der ifo-Umfragen. 

Materialmangel der Industrie verschärft sich
Wohlrabe erörtert hier das Problem in der Beschaffung von Produkten. Dieser Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich aktuell weiter verschärft. Knapp 70 (!) Prozent der Industriefirmen in Deutschland klagen derzeit über Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen, ein neuer Höchststand nach 64 Prozent im Juli. „Für die Produktion in der Industrie bleibt das nicht ohne Folgen. Die Beschaffungskrise stellt eine reale Gefahr für den Aufschwung dar“, betont Wohlrabe.

Knappheit bei Halbleitern und Chips
Als Konsequenz wollen immer mehr Unternehmen die Preise erhöhen. „Die stark gestiegenen Einkaufspreise für die Vorprodukte machen den Unternehmen weiter zu schaffen“, ergänzt der ifo-Experte. Die Knappheit bei Halbleitern und Chips macht sich insbesondere in den Autobranchen bemerkbar und bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen. Trotz Entspannung beim Holzpreis sind weiterhin auch viele Möbelhersteller betroffen. 

Kunden spüren gestiegene Einkaufspreise
ifo Preiserwartungen sind entsprechend auf einen neuen Rekordwert gestiegen. „Die Unternehmen geben die gestiegenen Einkaufspreise an ihre Kunden weiter“, sagt Wohlrabe. Insbesondere in der Elektroindustrie und der Metallbranche sind Preiserhöhungen vorgesehen. Aber auch die Chemische Industrie und der Maschinenbau wollen ihre Leistungen verteuern. Vergleichsweise wenig Spielraum sieht hingegen die Automobilbranche, so die Erwartungen des ifo-Instituts.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 14.09.2021