Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

17. Januar 2020

Search form

Search form

Persönlich und individuell

Persönlich und individuell© Kapsch BusinessCom

Digital gesteuerte Informationssysteme werden zu einem selbstverständlichen Teil unseres Lebens. Ein Expertenkommentar von Christian-Thomas Retinger, Business Development Manager bei Kapsch BusinessCom.

Eine digital bespielte Informationstafel vor einer Apotheke fällt nicht weiter auf und doch kann sie für Überraschungen sorgen. Geht ein Raucher vorüber, erscheint der Apotheker auf dem Display, klopft von innen an die Scheibe, ermuntert mit dem Rauchen aufzuhören und lädt zur entsprechenden Beratung ein.

Digitale Informationssysteme (Digital Signage) können zielgruppengenaue, intelligente und dabei auch unterhaltsame Kommunikation bieten. Beispielsweise in Bereichen wie Handel, Tourismus oder auch in Städten können Kunden, Gäste oder Passanten sozusagen im Vorübergehen mit jenen Angeboten, Hinweisen oder Nachrichten versorgt werden, die genau in dem Moment für sie sinnvoll sind.

Branchenübergreifender Einsatz
Solche Infodisplays befinden sich bereits an vielen Orten. Studien zeigen, dass sie bewusst kaum wahrgenommen werden, unbewusst aber sehr wohl und das kann noch gesteigert werden. Kapsch verwendet Kameras zur Objekterkennung und setzt diese beispielsweise in Supermärkten ein. Wenn ein Kunde hier dann etwa Kalbfleisch kauft, erkennt das System dahinter dies und weist auf dazu passende Produkte wie den idealen Wein oder Beilagen hin.

Derartige Systeme können branchenübergreifend eingesetzt werden. Grundsätzlich muss dabei immer eine Strategie formuliert werden und die entsprechenden Ressourcen bereitstehen. Das betrifft insbesondere die Inhalte, die im jeweiligen Kontext auf Produkt, Information und Zielgruppen stimmig und sinnvoll definiert gehören. Dazu kommt die Analyse des Standortes, ein Konzept für die nötige Infrastruktur und eines für die Sicherheit. Ebenso geklärt muss die Wartung sein und die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften. Erst dann kommen technologische Fragen wie Hard- und Software sowie Wege der Kommunikation und Übertragung.

Objektiver Impact-Faktor
Ganz zentral nochmals ist Inhalt und Umsetzung der Information. Menschen merken sich 90 Prozent von dem, was sie sehen – aber nur zehn Prozent von dem, was sie lesen. Diesen Umstand gilt es zu beachten bei Aufbereitung und Platzierung: etwa, wie schnell die Blöcke wechseln oder auch welche Eigenheiten des Transportmediums nach- oder vorteilhaft sind.

Kapsch arbeitet bei derartigen Projekten ganzheitlich mit spezialisierten Experten und die Ergebnisse lassen sich objektiv über den sogenannten Impact-Faktor messen. Werden Digital Signage-Systeme unter Berücksichtigung all der angeführten Parameter richtig eingesetzt, dann belegen Praxiseinsätze etwa im Handel eine nahezu 50%-ige höhere Wahrnehmung einer Marke.

Umsatzsteigerungen von bis zu 30 Prozent
Runtergebrochen auf Produkte konnten Umsatzsteigerungen von bis zu 30 Prozent erzielt werden. Im Shop selbst kann die Verweildauer um ein Drittel verlängert werden und parallel kann die gefühlte Wartezeit reduziert werden. Und mit Systemen, wie das zu Beginn angeführte Beispiel aus der Apotheke, lässt sich das Kundenaufkommen generell steigern.

Viele von uns umgesetzte Praxisbeispiele und auch Studien belegen, dass digitale Informationssysteme mit präzisem Wissen und intelligenten Empfehlungen die Neugier und Erkundungsfreude von Kunden oder Passanten wecken und damit eindeutig positive Auswirkungen auf das Geschäft erzielt werden können.

Links

Christian-Thomas Retinger, Economy Ausgabe Webartikel, 25.11.2019