Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

24. October 2020

Search form

Search form

Mehr Sicherheit in griechischen Gewässern

Mehr Sicherheit in griechischen Gewässern© Pexels.com/pixabay

Die österreichische Frequentis und die griechische Space Hellas entwickeln für die griechische Küstenwache eine moderne Kommunikationsplattform zur Erhöhung der Sicherheit auf See.

(red/czaak) Die Mittelmeerküste von Griechenland erstreckt sich über 13.000 Kilometer. In diesem Gebiet ist die griechische Küstenwache für die Suche und Rettung, die Sicherheit sowie für die Strafverfolgung auf See zuständig. Auch die Verhinderung von Meeresverschmutzung, illegaler Einwanderung und Drogenhandel liegen in ihrer Verantwortung. Die griechische Küstenwache hat sich nun für ein integriertes Kommunikationssystem von Frequentis und Space Hellas entschieden.

Im Fokus steht der weitere Ausbau der Such- und Rettungsdienste und der Sicherheit auf See. Durch eine verbesserte Lageerkennung und eine Vereinfachung in der Entscheidungsfindung soll die neue Anwendung insbesondere die Arbeit der Lotsen unterstützen und im Ernstfall Menschen entsprechend schneller gerettet werden. Im Zuge des Projekts wird das Kommunikationssystems des gemeinsamen Rettungskoordinationszentrums, des Operationszentrums der griechischen Küstenwache in Piräus und der Küstenfunkstelle in Aspropyrgos (Anm. Vorort von Athen) modernisiert.

Achtjährige Wartungsperiode
Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem langjährigen griechischen Partner Space Hellas durchgeführt wird, umfasst auch eine achtjährige Wartungsperiode während der garantierten Betriebszeit. Das System basiert auf der Frequentis-Produktlösung für maritime Kommunikation und Informationsverarbeitung namens MarTRX, einer integrierten maritimen Leitstellenlösung. Diese fasst alle Kommunikationsflüsse in einer einheitlichen Benutzeroberfläche zusammen und vereinfacht damit die Entscheidungsfindung der Lotsen.

Grundsätzlich ist Frequentis „MarTRX“ eine modulare Lösung, die auf Kundenbedürfnisse abgestimmt ist und bei Bedarf erweitert und damit sowohl für maritime Such- und Rettungsdienste als auch für Schiffsverkehrsdienste und Küstenüberwachungssysteme eingesetzt werden kann. „Das aktuelle Projekt wird durch das Programm Verkehrsinfrastruktur, Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Kohäsionsfondsmittel) des Nationalen Strategischen Referenzrahmens 2014-2020 kofinanziert“, so Frequentis in einer Aussendung.

Frequentis und Space Hellas
Die in Wien ansässige Frequentis ist ein internationaler Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für infrastrukturkritische Unternehmen und Institutionen. Die sogenannten „Control Center Solutions" entwickelt und vertreibt Frequentis in den Segmenten Air Traffic Management (zivil und militärisch) und Public Safety & Transport (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Schifffahrt, Bahn). Der Konzern verfügt über Niederlassungen und Tochtergesellschaften in über 50 Ländern und notiert an der Wiener und Frankfurter Börse (Anm. ISIN ATFREQUENT09). 2019 wurde mit rund 1.850 MitarbeiterInnen ein Umsatz von Euro 303,6 Mio. (EBIT 17,2 Mio.) erwirtschaftet.

Space Hellas wurde 1985 gegründet und ist ein führender Systemintegrator und Anbieter von integrierten IKT- und Sicherheitslösungen sowie verwandten Dienstleistungen speziell für Unternehmen und Behörden. Space Hellas hat seinen Hauptsitz in Athen und Tochtergesellschaften in fünf Ländern. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten betrifft Europa und den Nahen Osten. Das Unternehmen ist seit 2000 an der Athener Börse notiert.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 09.06.2020