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06. April 2020

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Führende Expertise bei autonomen Luftfahrtsystemen

Führende Expertise bei autonomen Luftfahrtsystemen© Pexels.com

Frequentis erhält von Norwegen Auftrag für Steuerungs-System unbemannter Luftfahrtsysteme. Parallel laufen beim österreichischen Vorzeigebetrieb für sicherheitskritische Informationssysteme nationale und internationale Forschungsprojekte zum Thema Drohnen-Management.

(red/czaak) Norwegen erstellte bereits 2018 eine umfassende Strategie, wie Drohnen effizient und sicher für wirtschaftliche und infrastrukturspezifische sowie soziale Belange eingesetzt werden können. Aktuell beauftragte nun die norwegische Flugsicherung Avinor ANS im Rahmen einer Wettbewerbsausschreibung Frequentis mit der Lieferung eines Systems zur Steuerung von unbemannten Luftfahrtsystemen.

Der international führende Anbieter von Kommunikations- und Informationslösungen für sicherheitskritische Kontrollzentralen wird gemeinsam mit dem britischen Partner Altitude Angel eine UTM-Lösung (Unmanned Traffic Management) zur Steuerung von unbemannten Luftfahrtsystemen bereitstellen. Das neue System soll Avinor die sichere Integration von Drohnen im kontrollierten Luftraum an allen 18 norwegischen Flughäfen ermöglichen und inkludiert ein breites Einsatzspektrum – von Search & Rescue Aufgaben bis zur Unterstützung von Blaulichtorganisationen und Paketdiensten.

Komplettlösung mit zentraler Datenplattform
„Wir sind stolz auf diesen Auftrag der norwegischen Flugsicherung“, so Norbert Haslacher CEO von Frequentis. „Als anerkannter Innovationsführer bei informationsverarbeitenden Systemen im sicherheitskritischen Bereich machen wir neue Technologien möglichst rasch für den Einsatz nutzbar und dieser Auftrag bestätigt unsere führende Position auch im Bereich Drohnenmanagement“, unterstreicht Haslacher.

Der aktuelle Auftrag umfasst eine UTM-Komplettlösung. Die Produkte und Dienstleistungen umfassen ein Flight Information Management System als zentrale Datenaustauschplattform, ein Registrierungssystem für Drohnen sowie eine Web- und mobile Flugplanungsanwendung. „Die skalierbare Lösung wird die Basis für die sichere Integration von unbemannten Luftfahrtsystemen in den von Norwegen kontrollierten Luftraum bilden“, so Frequentis in einer Aussendung.

Innovation und Forschung im Bereich Drohnenmanagement
Kompetenz und Innovation zum Thema verbindet Frequentis auch mit international wie nationalen Forschungsprojekten. Beim EU-Projekt „SESAR GOF U-space“ geht es um den sicheren und umweltfreundlichen Drohnenflugbetrieb im bodennahen Luftraum. Hier fanden im Golf von Finnland großangelegte Validierungen für kommerziellen Nutzen und Integration von Drohnen bzw. autonomen Flugkörpern in einen gemeinsamen Luftraum statt. Das deutsche Projekt „FALKE“ (Anm. „Fähigkeit des Abfangens von in gesperrte Lufträume eindringenden Kleinfluggeräten durch zivile Einsatzmittel“) betrifft wiederum ein Drohnenabwehrsystem im Flughafenumfeld.

In Österreich verantwortet Frequentis eine führende Rolle bei der AIRlabs Austria GmbH. Hier geht es um Testgebiete für unbemannte Luftfahrzeuge und bemannte Passagierdrohnen. Ebenfalls beteiligt als österreichischer Vorzeigebetrieb für sicherheitskritische Informationssysteme ist Frequentis beim Projekt „Drone Risk Austria“ der FH Kärnten. Gemeinsam mit der österreichischen Flugsicherung Austro Control und dem Wetterdienst UBIMET wird hier eine Risikobewertung von Drohnenflügen entwickelt.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 10.02.2020