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21. Mai 2019

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Immer auf der richtigen Spur

Immer auf der richtigen Spur© Piqs.de/ankakay

Deutsche Telekom und T-Systems zeigen auf kommender Hannover Messe zahlreiche Referenzen zu den Themen Industrie 4.0, Internet-of-Things, Intelligente Sensorik oder Logistik.

(red/cc) Die Transport- und Logistikbranche fährt bei der Digitalisierung im Vergleich zu großen Teilen der Industrie vorne weg. Das Internet der Dinge (IoT) bietet Unternehmen viele Möglichkeiten, Maschinen, Transportgüter oder Prozesse zu digitalisieren und zu verbessern. Damit können Unternehmen neue Kunden und Märkte erschließen. So lautet einer der Programmschwerpunkte des diesjährigen Auftritts von Deutscher Telekom und T-Systems auf der kommenden Hannover Messe vom 1. bis zum 5. April.

Logistik digital unterwegs
30 Prozent aller Lieferungen weltweit kommen später als ursprünglich geplant an. Allein 2010 mussten Waren im Wert von rund 850 Milliarden Euro wegen einer unterbrochenen Kühlkette vernichtet werden. Meistens ist bekannt, wo eine Sendung wann verladen wurde. Auch wo sie sich aktuell ungefähr befinden müsste.
Nicht bekannt ist, wenn genau und wo sich eine Lieferung verzögert. Solche Daten fehlen oft in der Prozesskette. Genau mit diesen Informationen könnten Betriebe jedoch gegensteuern und viel Geld sparen, so T-Systems in einer Programm-Aussendung zur Messe, wo Logistik-Anwendungen eines der Hauptthemen sind.

Ein Knopf mit tausend Möglichkeiten
Der IoT Service Button der Deutschen Telekom ist eine intelligente Nachrüstlösung für Logistik, Fertigungsanlagen, Werkstätten, Baustellen oder Krankenhäuser. Per Klick bestellt der digitale Knopf Ersatzteile nach, lässt volle Container abholen oder meldet technische Störungen. Der Autobauer BMW etwa testet den IoT Service Button der Deutschen Telekom in seinem Leipziger Fertigungswerk und die Anwendung wird auch auf der Messe gezeigt.
Auch die bayerische Krones AG nutzt den digitalen Knopf erfolgreich in der Produktionslogistik. Das Unternehmen hat 28 Abholstellen vernetzt. Ist das Ersatzteil für den Kunden fertig produziert, schickt das kleine IoT-Gerät auf Knopfdruck eine Meldung zur Abholung. Warte- und Liegezeiten werden auf ein Minimum verkürzt.

Narroband-IT-Netz mit hoher Gebäudedurchdringung
Der IoT Service Button lässt sich Angaben zufolge so gut wie überall einfach und schnell anbringen. Er arbeitet unabhängig von Strom- und Firmennetzen mit einer handelsüblichen Batterie. Der digitale Knopf nutzt das Mobilfunknetz und, wo bereits vorhanden, auch das neue Maschinen-und Sensorennetz der Deutschen Telekom basierend auf NarrowBand IoT (NB-IoT).
NB-IoT steht für eine hohe Gebäudedurchdringung. Es macht zuverlässige Funkverbindungen auch aus Kellern und unterirdischen Produktionsstätten möglich. Die Deutsche Telekom hat NB-IoT bisher in neun europäischen Märkten und in den USA eingeführt. Das spezielle Netz in Verbindung mit entsprechenden IoT-Anwendungen ist ebenso Thema auf der Hannover Messe.

Intelligenz in Ladungsträger
Neben dem IoT Service Button hat die Deutsche Telekom gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und der European Pallet Association (EPAL) eine intelligente, vernetzte Palette entwickelt. Mit dieser können Unternehmen künftig den Gütertransport über Wasser, Schiene und Straße noch gezielter steuern.
Die Paletten besitzen einen kostengünstigen, smarten Tracker. Dieser sendet während der Lieferung Daten über den Standort des Ladungsträgers. Waren lassen sich so genau lokalisieren und ein eingebauter Bewegungsalarm schreckt Diebe ab. Die Palette der Zukunft spürt, ob sie bewegt wird. Sie weiß, was auf ihr steht. Sie meldet sich, wenn etwas nicht stimmt. „Das ändert alles und eröffnet der Logistik ganz neue Geschäftsmodelle“, so T-Systems in einer Programmaussendung zur Hannover Messe.

(Anm. der Redaktion: einzelne technische Produktbeschreibungen wurden aus dem Programmtext zur Messe von T-Systems übernommen).

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.03.2019