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18. November 2019

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Gebündelte Expertise im FinTech-Segment

Gebündelte Expertise im FinTech-Segment© Bilderbox.com

FinTech Ndgit, Next Digital Banking und F10, die Schweizer Plattform renommierter Finanzinstitutionen und FinTechs im Bereich Finanz-, Rechnungs- und Versicherungswesen kooperieren und verstärken Engagement für neue PSD2-Technologien in der Schweiz.

(red/czaak) Ndgit, als europäischer Open Banking Vorreiter bekannt und auch in der Schweiz etwa durch die Zusammenarbeit mit der UBS, startet eine Kooperation mit F10, einem Schweizer FinTech Incubator und Accelerator. Im Mittelpunkt steht das Thema Application Programm Interface (API) im Rahmen der neuen Payment Service Directive (PSD2).

Ab sofort stellen die PSD2 Software-Experten von ndgit eine sogenannte Sandbox (Anm. Bankenschnittstelle als Testumgebung) zur Verfügung, mit der Start-Ups der F10-Gruppe ihre Services in Verbindung mit der auf Berlin Group Standard basierenden API testen können. Mit der aktuellen Veröffentlichung ermöglichen die beiden Partner dem FinTech-Ökosystem der F10-Gruppe Kompatibilität im Bereich der PSD2-Regularien und zudem sollen im Schweizer Finanzmarkt entsprechend Produktneuheiten gefördert werden.

Digitale Ökosysteme mit Innovationen für Banken
Die in der Sandbox beinhaltete Open-API erfüllt alle Forderungen der Europäischen Payment Service Directive (PSD2) mit der Ausprägung des von der Berlin Group vorgeschlagenen Standard-Regelwerks (Anm. NextGenPSD2).

Banken und Versicherungen können mit dieser Technologie mögliche Ansätze zu neuen digitalen Ökosystemen mit FinTech-Innovationen testen sowie den grundsätzlichen Einstieg in eine Open API-Strategie. „Dadurch erhalten sie wertvolle Einblicke in die neuesten Optimierungs-Maßnahmen der „User Experience“ im Banking. Das fördert nicht nur die Entstehung neuer Services und ganzer Geschäftsmodelle, sondern erleichtert auch noch deren Einführung durch einfache Simulationen, ohne weitere Unternehmensressourcen zu blocken“, erläutert Oliver Dlugosch, CEO von ndgit.

Integrierte Testplattform von FinTechs
Mit der API-basierten Sandbox können zeitgleich auch Finanztechnologie-Unternehmen die Funktionalität ihrer innovativen Produkte in Verbindung mit Bankschnittstellen im Entwicklerportal von ndgit testen. Dazu gehören Kontoinformationsabfragen, Kontodeckungsabfragen sowie Zahlungsauslösungen mit SEPA Standard-Überweisungen und Auslandsüberweisungen. Basis hierfür sind die neuen PSD2-Regularien der EU, die zwar nicht in der Schweiz, aber in den angrenzenden EU-Staaten verpflichtend sind.

Die integrierte Plattform für FinTech-spezifische Testdaten kommt mit umfangreichen API-Guides und ermöglicht mittels inkludierter Live-Demos für Lösungsdesign eine schnellere Produktvalidierung u.a. mittels konstruktiven Feedback-Schleifen von teilnehmenden Unternehmen. „Alles in allem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, einen Proof of Concept mit einem Partnerinstitut zu realisieren“, so ndgit in einer Aussendung.

Innovationskraft weltweiter Finanzmärkte im Fokus
„Unser Expertenteam behält die Innovationskraft der verschiedensten Finanzmärkte weltweit genau im Blick und beobachtet seit einiger Zeit eine nicht zu vernachlässigende Korrelation zwischen einem gemeinsamen API Standard und dem technologischen Fortschritt“, unterstreicht Roger Wisler, Business Manager Switzerland bei ndgit. „Daher nehmen wir unser Engagement bei F10 sehr ernst und freuen uns, mit der PSD2 orientierten Sandbox einen Innovationsschub unterstützen zu können“, ergänzt Wisler zur Zusammenarbeit mit F10.

Der Kooperationspartner F10 ist der Zusammenschluss, die Kollaboration und das Netzwerk führender FinTechs in der Schweiz, die sich auf Innovationen in der Finanzindustrie konzentrieren. Die Programme von F10 fördern das erfolgreiche Wachstum von Start-Ups in den Branchen FinTech, RegTech und InsurTech. Gleichzeitig ermöglicht es Mitgliedern den Zugang zu den neuesten Ideen und Prototypen.

Renommierte Finanzunternehmen ziehen an einem Strang
F10 will nun die FinTech-Sandbox mit APIs und Testdaten der F10 Corporate Members ergänzen, um weitere Kollaborationen mit Start-Ups über den PSD2 Use Case hinaus zu fördern. Zu den F10 Corporate Member gehören SIX, Julius Bär, Baloise Group, Generali, PwC, R3, Tamedia, Capgemini, Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank, PostFinance, Eri Bancaire und Eny Finance.

„Wir freuen uns, unseren Start-Ups eine Sandbox anbieten zu können, mit der sie künftig ihre Produkte und Use Cases schnell und einfach testen können. Unser Ziel ist die Beschleunigung der Integration von FinTechs mit Großunternehmen aus dem Finanzbereich“, erläutert Deborrah Schaer von F10. „Damit wollen wir auch einen Beitrag zu Open Banking in der Schweiz leisten und mit ndgit haben wir hierzu den idealen Partner gefunden“, resümiert Schaer.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.10.2019