Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

20. Mai 2022

Search form

Search form

Der lähmende Aufwand beim Cloud-Computing

Der lähmende Aufwand beim Cloud-Computing© Pexels.com/Jayant Kulkarni

Große Unternehmen nutzen bis zu sechs verschiedene Cloud-Dienste und sodann bis zu acht weitere Anwendungen zur Steuerung. Die steigende Komplexität bindet zunehmend Ressourcen, so eine aktuelle Studie im Auftrag von Dynatrace.

(red/czaak) Eine aktuelle weltweite Studie (Download siehe Link) beleuchtet die Nutzung von Cloud-Services in großen Unternehmen. Im Auftrag von Dynatrace, ein internationaler IT-Dienstleister mit Schwerpunkt auf intelligenten Softwareanwendungen, wurden weltweit 1.300 CIOs und leitende IT-Experten befragt und dabei auch Deutschland gesondert betrachtet. Die Studie beleuchtet die Herausforderungen der zunehmend komplexer werdenden Multi-Cloud-Architekturen mit einem Fokus auf Steuerung und Monitoring sowie Agilität und Skalierbarkeit.

Generell gilt, „dass Infrastruktur-Teams bei Überwachung und Verwaltung von sich ständig verändernden Umgebungen oft zu viele Daten erhalten und dann viel Zeit mit manuellen Routineaufgaben verbringen. Zeit, die dann etwa für Innovationsprozesse fehlt“, so Dynatrcae in einer Zusammenfassung. Die von Coleman Parkes durchgeführte Studie (Titel: „The move to multicloud environments has broken traditional approaches to infrastructure monitoring“) umfasste 600 Befragte in Europa, 250 im asiatisch-pazifischen Raum, 200 in den USA, 150 im Nahen Osten sowie 100 in Lateinamerika und hat für Deutschland eigene Ergebnisse publiziert.

Herkömmliche Steuerungslösungen zunehmend ungeeignet
Von den großen deutschen Unternehmen (über 1.000 Mitarbeiter lt. Studiensample) nutzen 100 Prozent eine Multi-Cloud-Umgebung mit im Schnitt sechs unterschiedlichen Plattformen. Dazu gehören Amazon Web Services/AWS (62 Prozent), Microsoft Azure (38), Google Cloud (23) und Red Hat von IBM (11 Prozent). Rein für das Monitoring der IT-Infrastruktur zur Verwaltung der Multi-Cloud-Umgebungen verwenden diese Betriebe dann durchschnittlich acht (!) weitere unterschiedliche Anwendungen.

Hier sagen dann 55 Prozent, dass dies die Optimierung der Infrastruktur-Performance und des Ressourcenverbrauchs erschwere und 48 Prozent meinen, dass herkömmliche Lösungen für das Monitoring bei Multi-Clouds und Kubernetes (Anm. OS-System für automatisierte Cloud-Verwaltung) nicht mehr geeignet sind. 83 Prozent sagen, dass Kubernetes ihre Infrastruktur zwar dynamischer, aber auch schwieriger zu verwalten gemacht hat.

Neue Ressourcen für strategisch wichtige Unternehmensbereiche
„Multi-Cloud-Strategien sind entscheidend, um mit dem rasanten Tempo der digitalen Transformation Schritt zu halten. IT-Teams in Unternehmen haben jedoch zunehmend Schwierigkeiten, die steigende Komplexität dieser Umgebungen zu bewältigen“, erläutert Bernd Greifeneder, Gründer und CTO bei Dynatrace. „Die Abhängigkeiten nehmen durch ständige Veränderungen exponentiell zu und Open-Source-Technologien zur Automatisierung verkomplizieren dies durch erhöhte Datenlieferung“, sagt Greifeneder.

„Dazu hat jede/r Cloud-Plattform/-Service eine eigene Monitoring-Lösung. Für ein vollständiges Bild müssen dann Daten aus jeder Lösung manuell extrahiert und mit Daten aus anderen Dashboards zusammengefügt werden“, so der CTO von Dynatrace. „Unternehmen sollten ihre Teams dabei unterstützen, manuelle Aufgaben zu reduzieren. Dann können die sich wieder auf strategische Aufgaben konzentrieren, auf Innovationen oder auf verbesserte Kundenservices“, skizziert Bernd Greifeneder von Dynatrace.

Durchgängige Steuerung und Monitoring von Multi-Cloud-Umgebungen
Weitere Ergebnisse der Studie bezogen auf Deutschland sind: 56 Prozent der IT-Führungskräfte meinen, dass in ihren Multi-Cloud-Umgebungen blinde Flecken beim Monitoring zu einem größeren Risiko für die digitale Transformation führen. Die Teams haben keine einfache Möglichkeit, die Infrastruktur durchgängig zu überwachen. Mit 60 Prozent wünschen sich mehr als die Hälfte der befragten IT-Manager eine durchgängige Steuerung- bzw. Monitoring-Lösung ihrer Multi-Cloud-Umgebungen.

„Infrastruktur-Teams benötigen KI-gesteuerte Lösungen, die so viele manuelle Routineaufgaben wie möglich automatisieren“, ergänzt Bernd Greifeneder. „Unternehmen benötigen einen intelligenteren Ansatz, der KI, Automatisierung und End-to-End-Observability kombiniert. Sie erhalten dann neue Ressourcen und können sich auf die Beschleunigung von Innovationen oder die Optimierung von Nutzungsmöglichkeiten konzentrieren“, resümiert der Gründer und CTO von Dynatrace.
  
Dynatrace
Dynatrace liefert intelligente Software-Anwendungen, um die Komplexität von Cloud-Anwendungen zu vereinfachen und damit auch die digitale Transformation in Unternehmen zu beschleunigen. Basis ist eine integrierte Plattform, die automatisiert und flexibel skalierbar Informationen über Performance und Sicherheit von Anwendungen, die zugrunde liegende Infrastruktur und die Erfahrung aller Nutzer liefert.

Unternehmen sollen damit Innovationen schneller vorantreiben, effizienter zusammenarbeiten und mit deutlich weniger Aufwand Mehrwert generieren. Dynatrace betreut weltweit und branchenübergreifend zahlreiche große und mittelständische Unternehmen bei der Modernisierung und Automatisierung des Cloud-Betriebs, der schnelleren Veröffentlichung zielgerichteter Software sowie bei Generierung und Bereitstellung digitaler Erfahrungen.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 20.01.2022