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31. Mai 2020

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Betrieblicher Innovationstransfer als strategische Disziplin

Betrieblicher Innovationstransfer als strategische Disziplin© Pexels.com/Christina Morillo

Wertschöpfung. Unternehmen setzen beim Thema Prozessoptimierung vermehrt auf externe Dienstleister.

(red/czaak) Digitale Transformation beginnt in Betrieben oftmals bei der IT-Infrastruktur und den Arbeitsprozessen von Mitarbeitern. Das Unternehmen Messer Austria ist ein internationaler Anbieter von Industriegasen. Technische Infrastruktur wie auch kundenspezifische Dienstleistungen sind dabei mit umfangreicher Dokumentationsarbeit verbunden.
Im Rahmen eines Optimierungsprojektes wechselte Messer nun von manuellen und papierorientierten Prozessen in der Instandhaltung auf ein digitales System und beauftragte Kapsch BusinessCom letzten Herbst mit der Einführung der sogenannten WorkHeld Anwendung, eine Entwicklung des StartUps Tablet Solutions.
Basis ist eine integrierte Plattform und Tablets, die Mitarbeiter etwa bei Abfrage und Dokumentation von Aufträgen und Checklisten unterstützen. Alle Arbeits- und Instandhaltungsprozesse sind nahtlos mit der zentralen Unternehmenssoftware und den nachgelagerten Buchhaltungssystemen verknüpft.
Ein Erfolgskriterium in der Projektumsetzung war die Einbindung der Mitarbeiter. „Die Einführung von WorkHeld bedeutet für uns einen echten Change-Prozess mit viel Aufklärungsarbeit. Spürbare Erleichterung durch eine mobile Bedienbarkeit und Zeitersparnisse überzeugen Mitarbeiter sich auf „Digitalisierung“ auch wirklich einzulassen“, so Matthias Kuhn, Geschäftsführer von Messer Austria.

Digitale Zahlungsdienste
Die digital gestützte Vereinfachung betrieblicher Wertschöpfungsketten spielt auch in den wettbewerbsintensiven Branchen Handel und Dienstleistung eine wichtige Rolle. Das Unternehmen Kastner’s Dinnershow ist im Bereich der Erlebnisgastronomie im historischen Ambiente der Tiroler Burg Ehrenberg tätig. Das Rahmenprogramm zur Kulinarik reicht von künstlerischen Showeinlagen, über die Aufklärung von Kriminalfällen bis hin zu Musikdarbietungen. Angesprochen sind Privatpersonen ebenso wie Firmen, die Geschäftspartnern oder Mitarbeitern einen besonderen Event bieten möchten.

Der Vertrieb passiert primär über ein Webportal und für die integrierte Bezahlung der Buchungen über Kreditkarten wurde Wirecard engagiert. Der Zahlungsdienstleister hatte letztes Jahr in Kooperation mit Tirol Werbung und Tourismusverbänden über 150 Betriebe mit digitalen Zahlungsservices ausgestattet.

Ein Schwerpunkt bei Besuchern liegt hier auch auf Gästen aus Asien und China, die über mobile Handy-Apps wie WeChat oder Alipay bezahlen möchten und das ist auch für Kastner’s Dinnershow relevant. „Im Mobile Commerce liegt sicher die Zukunft und das sieht man insbesondere bei Touristen aus Asien, wo mittlerweile mehr als 80 Prozent mit dem Smartphone bezahlen“, so Marcus Kastner, Geschäftsführer von Kastner’s Dinnershow.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 12.05.2020