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21. September 2021

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Innovation im Sinne der menschlichen Gesundheit

Innovation im Sinne der menschlichen Gesundheit © Pexels.com/Mathias Zomer 339620

Digitale Anwendungen schaffen neue Vielfalt beim Kundenservice mit personalisierten Dienstleistungen. Besonders betreuungsintensive Segmente wie die Gesundheitsbranche profitieren von vernetzten Informationsketten.

(red/czaak) Das Gesundheitswesen ist ein Bereich, der regelmäßig mit den Themen Verbesserungspotential für Patienten und Personal bei gleichzeitiger Kostenreduktion verbunden wird. Experten sehen in der Verwaltung und bei Betreibern wie Krankenhäusern Bedarf zur Verbesserung der medizinischen Leistungskette. Für effizientere Prozesse und eine gesteigerte Behandlungsqualität kann die Branche schon länger auf eigene Krankenhausinformationssysteme (KIS) und Softwarelösungen (i.s.h.med) zurückgreifen. Mobile Arbeitsgeräte und das sichere Datenmanagement sind dabei ebenso inkludiert.

Intuitive Nutzung
Ein wichtiger Bereich im Spitalswesen ist die Wundbehandlung und für dieses Segment wurde T-Systems vom Ordensklinikum Linz und Franziskusspital Wien der Elisabethinen mit einer eigenen Applikation zur mobilen Wunddokumentation beauftragt. Diese soll Pflegekräften die ortsunabhängige Aufzeichnung von Wunden ermöglichen. Patienten mit chronischen oder großen Wunden benötigen meist eine spezielle Therapie. Um den Heilungsverlauf zu unterstützen und um neue Wunden zu verhindern, ist eine umfassende Dokumentation hilfreich.

Zu Beginn der Behandlung wird bei einer umfassenden Anamnese am Krankenbett jede Wunde auf einem mobilen iOS-Gerät erfasst und fotografiert. Bis zur Heilung wird sodann jeder Kontakt mit jeglicher Verbesserung oder Verschlechterung lückenlos aufgezeichnet. Diese sogenannte Closed-Loop Wunddokumentation gewährleistet zudem eine sichere Patientenzuordnung ohne Medienbrüche.

"Die mobile Wunddokumentation von T-Systems ist eine effiziente Unterstützung und weitgehend intuitiv nutzbar. Unsere Pflegekräfte können den Heilungsverlauf direkt beim Patienten besprechen und das vermittelt entsprechendes Vertrauen", so Claudia Perndl von den Elisabethinen Linz.

Aufwand und Qualität
Ebenso inkludiert im Anforderungsprofil war die Reduktion des Dokumentenaufwandes bei höherer Qualität und der Datenschutz, der über Digitalkameras nicht ausreichend gegeben war. Bei der manuellen Zuordnung der Wundbilder im herkömmlichen System war zudem die Fehleranfälligkeit groß. Das von T-Systems entwickelte neue Modul ist in das i.s.h.med voll integriert und Teil der vom IT-Dienstleister eigens entwickelten Anwendung Mobile Patient Record. Dieses IT-Service ist eine iOS-Applikation, die mobile Prozesse basierend auf dem Krankenhausinformationssystem i.s.h.med abbildet und unterstützt.

Dieses IT-Service verzichtet auf eigene Server und eine Datenhaltung am Endgerät. Kommunikation und das gesondert gesicherte Datenmanagement mit dem zentralen SAP-System passiert über einen integrierten Konnektor. Etwaige Funklöcher werden über eine Art automatisierte Zwischenspeicherung (engl. Caching) überbrückt. "Nach einer intensiven Pilotphase können die Krankenhäuser der Elisabethinen in Linz und Wien nun die mobile Lösung als native iOS App am iPad oder iPhone in einem intuitiven Design nutzen. Voraussetzung dafür ist der Zugang zum vorhandenen Krankenhausinformationssystem i.s.h.med®", so Rainer Arnberger von T-Systems.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 25.06.2021