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27. Mai 2019

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Enormer Anstieg bei Datenverkehr und Vernetzung

Enormer Anstieg bei Datenverkehr und Vernetzung© piqs.de/geraint rowland

Bis 2022 soll es in Westeuropa vier Milliarden vernetzte Geräte geben, neun pro Kopf. Stark zunehmen wird zudem die Vernetzung von Maschinen sowie Virtual und Augmented Reality. Und der Anteil von Video, Gaming und Multimedia soll bis dahin mehr als 85 Prozent des weltweiten Internet-Verkehrs einnehmen, so die aktuellen Prognosen des Cisco Visual Networking Index.

Knapp 5 Milliarden Gigabyte
Der Datenverkehr und die Anzahl der vernetzten Geräte wächst weltweit kontinuierlich an, so der aktuelle Cisco Index für die Jahre 2017 bis 2022. Die Studie prognostiziert, dass bis ins Jahr 2022 weltweit knapp fünf Milliarden Menschen das Internet nutzen. 2017 waren es noch 3,4 Milliarden Menschen. Entsprechend wächst auch der weltweite Datenverkehr, der sich gegenüber 2017 mehr als verdreifachen wird und 2022 bereits 4,8 Zettabyte (4,8 Milliarden Gigabyte) erreichen soll. Das ist in einem Jahr soviel, wie in der gesamten Geschichte des Internets in den vergangenen 32 Jahren zusammen.

28 Milliarden vernetzte Geräte und Maschinen 
2022 werden in Westeuropa 89 Prozent der Bevölkerung das Internet nutzen, weltweit werden es 60 Prozent sein. 2017 betrug der Anteil der Weltbevölkerung mit Zugang zum Internet noch 45 Prozent. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Geräte und Verbindungen, die Daten über das Internet austauschen. Bis 2022 soll es weltweit über 28 Milliarden vernetzte Geräte geben (2017: 18 Milliarden). Mehr als die Hälfte davon soll ausschließlich mit anderen Geräten (Machine-to-Machine, M2M) kommunizieren.

Mobiler Datenverkehr steigt doppelt so rasch
Ein weiterer Punkt ist die zunehmende Bedeutung von Video, was die Datenmenge betrifft, sowie der M2M-Verbindungen, was die Anzahl der vernetzten Geräte angeht. Der internetgestützte (IP) Datenverkehr in Westeuropa nimmt mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22 Prozent zu. Doppelt so schnell wächst der mobile Datenverkehr, der sich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 38 Prozent zwischen 2017 und 2022 verfünffachen wird.  

Internet-Videoverkehr und Mobilkommunikation
Ein relevantes Segment dabei ist der Internet-Videoverkehr (Business und Consumer, er soll sich bis 2022 verdreifachen und wird dann 78 Prozent des gesamten Datenverkehrs ausmachen, gegenüber 69 Prozent im Jahr 2017. Knapp 60 Prozent der Videodaten werden dann in HD übertragen, fast 22 Prozent in Ultra-HD. Der Live-Video-Verkehr im Internet soll gar um das Vierzehnfache zunehmen und rund 18 Prozent aller Videodaten ausmachen. Ebenso rasant soll die Mobilkommunikation bis 2022 wachsen, von 6 (2017) auf 10 Prozent des gesamten IP-Verkehrs in Westeuropa.

Weg von PC hin zu Smartphones, Tablets und TV-Geräte
Ein besonderer Trend betrifft das Spielen über das Internet. Das entsprechende Datenvolumen soll sich hier bis 2022 verzehnfachen und rund 7 Prozent des gesamten IP-Datenverkehrs ausmachen. Was die Datenmenge betrifft, verlagert sich der Schwerpunkt des IP-Verkehrs weg vom PC, der 2017 noch 48 Prozent des gesamten Datenvolumens in Westeuropa erzeugt hat. 2022 wird dies nur noch 25 Prozent sein. 30 Prozent werden die Fernseher dazu beitragen, 26 Prozent Smartphones, 8 Prozent Tablets und rund 11 Prozent M2M-Module.

Übertragungsgeschwindigkeit steigt ebenso
Mit dem Wachstum der Datenmenge soll auch die Übertragungsgeschwindigkeit Schritt halten. Die durchschnittliche feste Breitbandgeschwindigkeit soll sich bis 2022 auf 76 Mbit/s verdoppeln und die durchschnittliche Geschwindigkeit der Mobilfunkverbindung soll bis 2022 mit 50 Mbit/s das Dreifache erreichen.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 29.11.2018