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21. Mai 2019

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Landesweite Plattform für Künstliche Intelligenz (KI)

Landesweite Plattform für Künstliche Intelligenz (KI)© Piqs.de/ritch

Deutschland startet bundesweite KI-Plattform für Unternehmen. Konsortium rund um Software-Spezialisten, Forschungszentren und Verband Eco erhält positives Gutachten des deutschen Wirtschaftsministeriums.

(red/czaak) Ein vom deutschen Verband eco unterstütztes KI-Konsortium erhält beim Innovationswettbewerb des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Förderempfehlung zur Entwicklung einer landesweiten Plattform für Künstliche Intelligenz (KI). Das Konsortium entwickelt nunmehr Vorschläge und Services für die branchenübergreifende Nutzung von KI für Unternehmen mit speziellem Fokus auf den Mittelstand. Zielsetzung ist Stärkung und Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme, so auch das Thema des BMWi-Wettbewerbes.

Das Projekt „Service-Meister“
Das „Service-Meister“ getaufte Projekt hat das Konsortium unter Leitung der USU Software AG zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie, der Beuth-Hochschule für Technik Berlin und dem eco Verband entworfen. Ziel ist, eine KI-Plattform primär für den deutschen Mittelstand zu entwerfen und dann entsprechend zu entwickeln.
Die neue KI-Plattform soll die wachsende Komplexität bei der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von Betreibermodellen wie beispielsweise im Bereich Machine-as-a-Service unterstützen und letztlich beherrsch- und umsetzbar machen. Ein Bereich betrifft auch begrenzte betriebliche Ressourcen, wo etwa bei fehlenden Mitarbeitern mit Unterstützung ergänzender Service-Bots marktspezifische Dienstleistungsangebote kosteneffizient und wettbewerbsfähig betreibbar werden.

Ökosystem für KMUs, Mittelstand sowie Industrie und Konzernen
„Digitalisiertes Expertenwissen ermöglicht es, weitere Partner im Ökosystem zu schulen, und das auch für hochwertige Dienstleistungen“, erläutert Henrik Oppermann von der USU Software AG aus Karlsruhe. Die Projekt-Plattform „Service-Meister „fokussiert sich vorab auf die folgenden drei für die Industrie wichtige Bereiche.
Einmal die automatisierte Erhebung des Vitalstatus der Maschine vor, während und nach der Wartung. Als nächstes eine flottenweite Plattform zum Verbinden von Meistern/Technikern untereinander. Und schließlich KI-basierte Chat-Bots, welche automatisiert die verfügbare Menge an vorliegenden Berichten bezüglich Routineaufgaben und Abläufen verstehend lesen und die der Techniker sodann komplementär konsultiert.

Laufende Erweiterung der Projektpartner
Im Rahmen der nun anstehenden Wettbewerbsphase geht es darum, ein Ökosystem mit KMUs, Mittelstand sowie Industrie und Konzernen für Wartungswissen als gemeinschaftliche Plattform zu entwerfen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Entwicklung profitabler Datenprodukte und die rechtliche und technische Absicherung hinsichtlich Datenschutz und anzuwendender Sicherheitsmaßnahmen.
„Mit dem KI Bundesverband, dem Bundesverband der IT-Anwender (Voice), der Vereinigung der europäischen Automobilindustrie (Enx) und Forschungspartnern wie Forschungszentrum Informatik (FZI) und Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie sowie Mittelstandsinitiativen wie der Initiative Digital und dem Netzwerk Trusted Cloud haben wir weitere starke Partner dabei“, betont Andreas Weiss vom eco Verband. Ebenso eingebunden werden künftig eine Reihe von Industrieunternehmen und IT-Dienstleister - hier „laufen gerade die Gespräche“, so eco zu economy auf Nachfrage zu Namen dieser Unternehmen.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 21.03.2019