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07. Dezember 2022

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Die überaus talentierten Nachwuchsforscher

Die überaus talentierten Nachwuchsforscher© Pexels.com/Artem Podrez

Österreichische Akademie der Wissenschaften würdigt elf Wissenschaftler für deren exzellente Leistungen. Höchstdotierter Elisabeth Lutz-Preis geht an Zellbiologin Corina Madreiter-Sokolowski von MedUni Graz.

(red/mich) Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) prämierte jüngst herausragende Leistungen von jungen Natur- und GeisteswissenschaftlerInnen. Die am höchsten dotierte Auszeichnung, der Elisabeth Lutz Preis in der Höhe von Euro 15.000, geht an die Zellbiologin Corina Madreiter-Sokolowski für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Zellatmung, insbesondere der Erforschung von Alterungsprozessen der Zellen.

Madreiter-Sokolowski ist Assistenzprofessorin für Molekularbiologie und Biochemie am Gottfried Schatz Forschungszentrum der Medizinischen Universität Graz. Ihre Forschungsarbeit ist auf die Kraftwerke der Zelle, die Mitochondrien, und ihrer gezielten Modulation fokussiert. Ein wesentliches Anliegen ist ihr dabei die Identifizierung neuer Ziele und Wirkstoffe, um die Gesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten.
 
Carbokation und Antikörper mit Adriano Bauer und Monica L. Fernández-Quintero
Den Karl Schlögl-Preis in Höhe von Euro 4.000 Euro erhalten Adriano Bauer und Monica L. Fernández-Quintero. Bauer wird für seine hervorragende Dissertation „Carbocationic intermediates in redox processes & a catalytic cross-coupling of carbene precursors“ ausgezeichnet, die er an der Universität Wien verfasst hat und wo er sich mit der Entwicklung neuer Synthesemethoden auf dem Gebiet der organischen Chemie beschäftigt.

Fernández-Quintero wird für ihre Dissertation „The Dynamic Nature of Antigen Receptors“ gewürdigt, die sie im Fach Chemie an der Universität Innsbruck abgeschlossen hat und wo Antikörper und deren Bindungsverhalten im Fokus stehen.
 
Phänomenologie und Migrationsforschung mit Philipp Berghofer und Haliemah Mocevic
Im Fach Philosophie wird Philipp Berghofer für seine Dissertation an der Universität Graz mit dem Roland Atefie-Preis in Höhe von Euro 4.000 ausgezeichnet. Berghofer hat darin die Relevanz Edmund Husserls für aktuelle Debatten nachgewiesen und ein phänomenologisch-erkenntnistheoretisches Prinzip aufgestellt.
 
Der ebenso mit Euro 4.000 dotierten Dissertationspreis für Migrationsforschung geht heuer an Haliemah Mocevic von der Universität Salzburg. Ihr Dissertationsprojekt ist an der Schnittstelle von sozialpsychologischer, Migrations- und empirischer Bildungsforschung angesiedelt und sie leuchtet hier die Zusammenhänge zwischen Migrationshintergrund und Bildungserfolg aus.
 
Theatergeschichte und Steuerrecht mit Senad Halilbašić, Caroline Heber und Gabriel Kogler
Für seine Dissertation im Bereich der theaterhistoriographischen Grundlagenforschung erhält Senad Halilbašić den Jubiläumspreis des Böhlau Verlages Wien in Höhe von Euro 4.000. Halilbašić, der am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien promovierte, hat sich darin dem Theater in Bosnien und Herzegowina während des Bosnienkriegs 1992 bis 1995 gewidmet.

Caroline Heber vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen in München und Gabriel Kogler von der Universität Wien wurden mit dem Gustav Figdor-Preis für Rechtswissenschaften in Höhe von Euro 4.000 prämiert. Heber wird für ihre Habilitationsschrift im Bereich des Steuerrechts ausgezeichnet, Kogler für seine Habilitationsschrift auf dem Gebiet der außergerichtlichen Vergleiche und Anerkenntnisse.
 
Weitere Preisträger
Ebenso ausgezeichnet wurde Xiaoyong Chu vom Institut für Hochenergiephysik der ÖAW mit dem Hans und Walter Thirring-Preis in Höhe von Euro 4.000 für seine neuen Ansätze zur Physik der Dunklen Materie. Julia Schwab, die derzeit als PostDoc an der Universität Manchester, Großbritannien, arbeitet, erhält für ihre an der Universität Wien durchgeführte Masterarbeit im Fach Erdwissenschaften das Erich Thenius-Stipendium (Euro 4.000).

Und Larysa Mandryshchuk von der Universität Lwiw in der Ukraine wurde für ihr Forschungsprojekt „Das Problem des Guten und des Bösen in der Philosophie von Karl Jaspers“ mit einem Moritz Csáky-Stipendium (Euro 2.500) ausgezeichnet.

Links

red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 31.05.2022