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03. Dezember 2020

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38 Milliarden als neues Hilfspaket

38 Milliarden als neues Hilfspaket© Andy Wenzel/BKA

Bundesregierung steigert Corona-Hilfe für Wirtschaft und Arbeitnehmer massiv. Neben bisherigen 4 Milliarden weitere 34 für Kredit-Haftungen, besonders betroffene Branchen und Steuer-Stundungen. Familienbetriebe und Kleinunternehmen schöpfen neues Vertrauen.

(red/czaak) Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) erweitern die Unterstützung für Österreichs Unternehmen und seine Mitarbeiter. Mit dem nunmehr auf in Summe 38 Milliarden Euro erhöhten Hilfspaket sollen sowohl Entlassungen verhindert wie auch Betriebsfortführungen ermöglicht werden.

„Koste es, was es wolle“
„Koste es, was es wolle“, unterstreicht Bundeskanzler Sebastian Kurz und auch Wirtschaftskammerboss Harald Mahrer (ÖVP) spricht von einem „wichtigen Zeichen der Ermutigung.“ Die Bundesregierung zeige, dass „sie in dieser schweren Krise ohne Wenn und Aber an der Seite der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter stehe.“

Neben den bisherigen 4 Milliarden kommen nun 9 für Kredit-Haftungen sowie 15 für besonders betroffene Branchen und 10 Milliarden für Stundungen von Steuern. Details für rasche und unbürokratische Umsetzung sind in Ausarbeitung. Die ersten Maßnahmen sollen bereits Anfang kommender Woche umgesetzt werden.

Länder begrüßen neues Paket und intensivieren Betriebsunterstützung
Die aktuelle Ausweitung des Unterstützungspaketes wird auch von den Bundesländern begrüßt. „Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket hat die Bundesregierung einen sehr konsequenten und mutigen Schritt gesetzt“, betont etwa Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Landeschefin von Niederösterreich.

Die Niederösterreichische Wirtschaftskammer hat bereits letzte Woche eine pro-aktive Informationsoffensive gestartet, wo Unternehmen täglich über alle aktuellen Unterstützungsmaßnahmen informiert werden. Neben einer übersichtlichen und verständlichen Darstellung sind zu allen einzelnen Punkten direkte Ansprechpersonen oder weiterführende Details angeführt.

Proaktive Informationsoffensive der Niederösterreichischen Wirtschaftskammer
Aktuell enthalten für Niederösterreichische Betriebe (Anm. Stand Donnerstag, 19. März) sind neben Themen wie Kredit-Haftungen, Kurzarbeit und Übernahme der Dienstgeberbeiträge, auch direkte Links mit Formularen für Steuererleichterungen, die Aussetzung der Grundumlagen-Vorschreibung sowie juristische Erläuterungen für Mietzinsminderungen. Auch eine aktuelle „Schließungsliste“ mit exakter Anführung, welche Betriebe von den behördlichen Erlässen betroffen sind, ist angeführt.

„Die Krise hat unseren Betrieben den Boden unter den Füßen weggezogen. Jetzt ist wichtig, dass die Gelder möglichst rasch bei den Betrieben ankommen“, ergänzt Jochen Danninger (ÖVP), Wirtschaftslandesrat von Niederösterreich. „Kein Betrieb wird in dieser schweren Zeit allein gelassen.“ Von Economy befragte Weinviertler Kleinunternehmen wie Friseure, Schuster, Optiker zeigen sich über die Hilfspakete bereits informiert. „Wir vertrauen nun auf die rasche und unbürokratische Umsetzung“, so der einstimmige Tenor der kleinen Familienbetriebe.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.03.2020