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20. August 2019

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„Tschüss WhatsApp“

„Tschüss WhatsApp“©piqs,de/jimnista

SchoolFox als neue digitale Kommunikationsplattform zwischen Schülern, Lehrern und Eltern ersetzt rasant zunehmend andere Dienste. Das StartUp sichert sich nun bei der Puls4-Gründershow ein neues Investment.

(Christian Czaak) „Tschüss WhatsApp“ steht aktuell als Überschrift auf der Website von SchoolFox. Dazu „Sichere Lehrer-Eltern-Kommunikation“ für schulische Belange. Als Elternteil, der mit dieser Plattform dank niederösterreichischer Innovationsförderung schon seit Monaten arbeitet und die (zumindest) InteressensDatenWeitergabe ansatzweise vergleichbarer amerikanischer Messengerdienste getestet hat, kommt nun entsprechend Freude über die aktuellen Entwicklungen auf.

Rund 3.000 Schulen in Österreich, Deutschland und Schweiz
„SchoolFox“ wurde 2015 von Stefan Siegl sowie David Schalkhammer gegründet und dient der sicheren digital-papierlosen Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern für entsprechend schulische Belange wie Aufgaben, Mitteilungen oder Verwaltungsnotwendigkeiten. Die Plattform wird laut den Betreibern bereits an rund 3.000 Schulen in Österreich, Deutschland und der Schweiz eingesetzt. Die Basisversion ist kostenlos, eine mit zusätzlichen Funktionen nutzbare Version kostet drei Euro pro Schüler und Schuljahr.
Für Lehrer ist die Nutzung aller Varianten kostenlos und in Niederösterreich ist die Nutzung für alle Pflichtschulen kostenlos. Ein weiterer relevanter Serviceaspekt der Plattform ist eine Übersetzungsfunktion. SchoolFox bietet hier aktuell über 40 Sprachen an und damit können auch Kinder und (insbesondere) Eltern mit deutschen Sprachherausforderungen besser mit Lehrern kommunizieren und gemeinsam schulische wie sozialpolitische Entwicklungen fördern.

„Ausgezeichnet, bitte so weitermachen“
„Die Schule braucht den Alltag erleichternde digitale Tools. Die Lehrer verbringen viele Stunden mit Organisation und das ist wertvolle Zeit, die sie mit den Schülern verbringen könnten“, erläutert David Schalkhammer. Operativ erhalten die Eltern von den Lehrern ihr Passwort zur Nutzung und nach Bestätigung und LogIn startet die Zusammenarbeit über die digitale Plattform. In unserem Fall (Schule im NOe-Weinviertel) bereits seit Herbst und sowohl von der Usability wie auch von der Verfügbarkeit her absolut problemlos und vor allem zeitökonomisch sinnvoll. „Ausgezeichnet, bitte so weitermachen“, wäre eine schulkonforme Benotung.
SchoolFox wird von Partnern wie Young Enterprises, Specific Group, Tech for Austria, talentify.me, eSquirrel, McWerk und dem ImpactHub (Stadt Wien) unterstützt. Aktuell hat das StartUp acht MitarbeiterInnen und sitzt gemeinsam mit einigen der angeführten Partner im von Young Enterprises betriebenen Coworking-Space EduHub-Vienna. Bei der aktuellen StartUp-Show von Puls 4 hat die Schulplattform vom Investor Martin Rohla einen Betrag von 250.000 Euro zugesagt bekommen und zudem ist sie nun auch Mitglied im StartUp-Programm von A1.

 

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 14.02.2019