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29. Januar 2022

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„Es ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte“

„Es ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte“© NLK Filzwieser

Eine aktuelle IHS-Studie bescheinigt den niederösterreichischen Fachhochschulen ein vielfältiges und marktorientiertes Lehrangebot. Die Studierendenzahl hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, Unternehmen freuen sich über gut ausgebildete Fachkräfte.

(red/czaak) Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, kann sich über die Ergebnisse der aktuellen „Absolventenstudie NÖ Fachhochschulen 2021“ freuen. Die vom Institut für Höhere Studien (Studienleiterin Vlasta Zucha) durchgeführte Erhebung untersuchte das Studienangebot primär aus Sicht der Studierenden und aus Sicht der Unternehmen. Einbezogen wurden alle 13 tertiären Bildungseinrichtungen, darunter die FHs in Krems, St. Pölten und Wiener Neustadt sowie die privat geführten Einrichtungen New Design University St. Pölten, Karl Landsteiner Privatuniversität Krems, Danube Private University Krems und Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten.

23.000 studieren in Niederösterreich
Rund 80 Prozent der Befragten (exakt 77 Prozent) zeigten sich mit dem Studienangebot „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“, über 50 Prozent fanden im Anschluss an das Studium einen Job und 18 Monate nach Abschluss sind nur zwei Prozent ohne Job, so die wichtigsten Erkenntnisse. „Vor 25 Jahren gab es keine Hochschulen in Niederösterreich, heute stehen wir bei 13 tertiären Bildungseinrichtungen mit einem breit gefächerten Ausbildungsangebot“, unterstreicht die Landeschefin.

„Alleine in den vergangenen zehn Jahren haben sich unsere Studierendenzahlen mehr als verdoppelt. Aktuell zählen wir bereits über 23.000 Menschen, die in Niederösterreich studieren“, so Mikl-Leitner. Derzeit gehen an den NÖ-Fachhochschulen über 11.000 Studierende einer Ausbildung nach und besuchen eines von 48 Bachelor- und 45 Master-Studien. Seit 2010 haben über 26.000 Studierende ihr Studium an einer FH abgeschlossen, der Einstieg in den Arbeitsmarkt und die Beschäftigungsverhältnisse der FH-Absolventen sind erfreulich.

Bedürfnisse der Wirtschaft und Anforderungen der Betriebe
„Mehr als die Hälfte der Studierenden hat im Anschluss an das Studium innerhalb von drei Monaten einen Job“, so Johanna Mikl-Leitner zu den arbeitsmarkt- und standortpolitischen Auswirkungen der praxisnahen Ausbildung der Studiengänge. Eine weitere Erkenntnis der Studie sei, dass die fachliche Ausbildung mit der beruflichen Position zusammenpasse. Knapp zwei Drittel der Studienabgänger sprechen von einem „Perfect Match“ als Beleg, dass die Ausbildung an den Fachhochschulen gut mit den Bedürfnissen der Wirtschaft und den Anforderungen in den Betrieben übereinstimmt.

„40 Prozent sind während des Studiums erwerbstätig. 61 Prozent steigen vor oder innerhalb von drei Monaten nach Abschluss in den Beruf ein. Bei fast zwei Drittel passen Studium und Job in Bezug auf Ausbildungsniveau und Fachrichtung“, erläutert Vlasta Zucha, Studienleiterin vom Institut für Höhere Studien weitere Ergebnisse. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Fachhochschul-Absolventen gemacht haben. Durch Praktika während des Studiums ist der Bezug zum Unternehmen bereits gegeben“, bestätigt denn auch Doris Niederwimmer, Personalleiterin beim Unternehmen Lisec aus Seitenstetten.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 08.11.2021