Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

22. September 2017

Search form

Search form

Österreichweite Abdeckung bei Breitband-Internet bis 2020

Österreichweite Abdeckung bei Breitband-Internet bis 2020© BMVIT_Zinner

Ein aktueller Bericht der deutschen WIK-Consult und des WIFO stellt Österreich beim Breitbandausbau ein gutes Zeugnis aus, empfiehlt aber bessere Fördermaßnahmen.

Österreich wird das Ziel, einer flächendeckenden Versorgung mit Breitband-Internet bis 2020 aller Voraussicht nach erreichen. Das stellt eine aktuelle Studie der Forschungsinstitute WIK-Consult und WIFO fest.Von der für diesen Zweck reservierten Breitbandmilliarde wurde bislang rund ein Fünftel verbraucht. Damit der verbleibende Betrag zielgerichtet ankommt, empfehlen die Studienautoren eine schnellere Abwicklung der Fördermaßnahmen.
Während derzeit noch bis zu achtzehn Monate von der Antragstellung bis zur Bewilligung vergehen, sollen es in Zukunft maximal zehn Monate sein. Außerdem empfiehlt der Bericht mobile Beratung vor Ort für interessierte Gemeinden und eine Fokussierung auf den Glasfaserausbau, um den neuen Mobilfunkstandard 5G vorzubereiten.

Am richtigen Weg
Das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie will die empfohlenen Maßnahmen zeitnah umsetzen: „Der Bericht zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden aber an einigen Schrauben drehen, damit unsere Breitbandmilliarde unkompliziert, schnell und zielgenau dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, sagt Bundesminister Jörg Leichtfried.
Die Studie hat auch die volkswirtschaftlichen Effekte des Breitbandausbaus untersucht. Demnach bringt eine Milliarde an Investitionen in den Breitband-Ausbau eine Wertschöpfung von 1,2 Milliarden Euro. Die bisher ausgeschütteten 204 Millionen Euro an Fördergeldern haben private Investitionen in der Höhe von 503 Millionen Euro ausgelöst. Insgesamt können laut der Studie durch den Breitbandausbau rund 40.000 Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und gesichert werden.

Links

red, Economy Ausgabe Webartikel, 26.06.2017