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22. Juni 2018

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König Kunde und seine Lebenswelten

König Kunde und seine Lebenswelten©Bilderbox.com

Kommunen wie Betriebe setzen auf digitale Kommunikationskanäle für Bürger und Verbraucher.

Für Mitarbeiter, Kunden oder Bürger steht beim Einsatz derartiger Services nutzenorientierter Mehrwert im Vordergrund. Interaktive Kommunikation, personalisierte Dienste und gesicherte Infrastrukturen spielen dabei eine zentrale Rolle und der Dialog über Smartphones ist ein zunehmend wichtiger Bestandteil.
Als erste Gemeinde Österreichs kommuniziert Leobersdorf seit April des heurigen Jahres mit seinen rund 5000 Einwohnern über eine eigene Handy-App und WhatsApp. Die Leobersdorfer beauftragten den Dialogdienstleister atms mit der Umsetzung und nach dem Start mit Nachrichten zu Baustellen, Sicherheitswarnungen oder lokalen Wetterinfos gibt es nun auch eigene Kanäle für Veranstaltungen und einen wöchentlichen Newsletter.

Interaktive Bürgerservices
Mittlerweile nutzen über 300 Abonnenten dieses interaktive Bürger-Service auch für Wünsche und Fragen. „Postwurfsendungen werden oft gleich entsorgt und Plakathängungen dauern lange. Mit dem Dienst WhatsATool von atms können nun Nachrichten bequem vom Computer aus verschickt werden und die Bürger werden dort erreicht wo sie gerade sind ,“ erläutert Vizebürgermeister Harald Sorger.
Neben Inhalten und Services war auch die Kostenfrage relevant. Das Paket für diese Zahl an Abonnenten kostet 50 Euro und mit den von der Gemeinde zusätzlich übernommenen SMS-Gebühren der Nutzer kommt sie in Summe derzeit auf maximal 75 Euro monatlich. Pro Anwender wird eine Gebühr von fünf Cent eingehoben, laut Sorger bis dato ohne Beschwerden über diese Ausgaben. „Nach Leobersdorf ziehen nun weitere Gemeinden nach, aktuell etwa Hennersdorf,“ so Markus Buchner, Geschäftsführer von atms.

Intelligente Parkplatznutzung
Neben Bürgerdiensten erobert die Digitalisierung auch öffentliche Räume wie Parkplätze und auch hier gilt es Anwender und Anbieter nutzungsorientiert zu verbinden. Öffentliche Parkflächen werden rarer und die Suche danach mühsamer. Parallel bleiben private Garagenplätze jedoch oft verborgen oder ungenutzt, viele Hausverwaltungen und Liegenschaftsbesitzer brauchen nicht sämtliche Flächen. Um nun Parkplatzsuchende und Vermieter zusammen zu bringen, hat das Start-Up PAYUCA eine App entwickelt, die freie Plätze anzeigt und registrierten Nutzern sodann auch zu Parkgaragen Zutritt ermöglicht.
Dazu wird ein Guthaben für Parkvorgänge aufgeladen und mit Hilfe der Navigation findet man Garageneinfahrt und markierten Parkplatz. Abgerechnet wird über die Bezahlschnittstelle des Zahlungsdienstleisters Wirecard CEE. "So wie Parkplatzsuche, Navigation und Buchung ist auch die Bezahllösung nutzerfreundlich via Smartphone bedienbar, inklusive der Akzeptanz aller gängigen Zahlungsmittel wie etwa Kreditkarte, Sofort oder PayPal,“ so Viktor Schaider, Geschäftsführer von PAYUCA.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 12.06.2018