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19. November 2017

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Bankkunden verhalten sich nun anders

Bankkunden verhalten sich nun anders© Bilderbox.com

Online-Banking legt stark zu, bereits vier Millionen Österreicher ist der Weg in die Bankfiliale zu weit, zumindest in der Regel.

Mehr als jeder zweite Österreicher nutzt bereits Online-Banking. Im Jahr 2005 waren es erst 28 Prozent. Den entscheidenden Schub brachte die mobile Internetnutzung. Daher ist auch das Interesse an Banking-Apps stark gestiegen – von 12 auf 27 Prozent in nur drei Jahren. „Bei unseren Kunden liegt der Wert sogar bei 33 Prozent“, erklärt Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank.
Die digitale Plattform George wurde vor zwei Jahren bereitgestellt und zählt bereits über eine Million Kunden. Dabei zeigt sich, dass auch hier die mobile Nutzung zulegt: „Mittlerweile haben wir doppelt so viele Log-ins auf Smartphones und Tablets verglichen mit dem PC“, erklärt Schaufler.

Gut gerüstet
Jeder fünfte Österreicher glaubt, dass in Zukunft mobile Banking noch wichtiger wird. Aber: Genau so viele glauben auch, dass die persönliche Beratung in der Filiale an Bedeutung gewinnen wird (21 Prozent). Schaufler: „Das zeigt klar, dass Kunden kein Entweder-Oder möchten. Je nach Lebenssituation wählt man den passenden Kontakt zur Bank selber aus.“
George verfügt als einziges Banking in Österreich über einen Plug-In Store, in dem man individuelle Zusatz-Features erwerben kann. Darin können auch Drittanbieter ihre Services zur Verfügung stellen. Grundlage hierfür ist die Payment Service Directive 2 (PSD2) der Europäischen Union. Ab Jänner 2018 müssen Banken auf Kundenwunsch Drittanbietern ihre Daten zur Verfügung stellen.
„Mit der Technologie von George wollen wir so etwas wie der iTunes Store im Banking werden“, so Peter Bosek, Chief Retail Officer der Erste Group. „Wenn ein Fintech ein gutes Service anbietet, das für unsere Kunden einen echten Mehrwert bietet, dann soll das künftig auch im George Store erhältlich sein.“

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 03.07.2017