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19. November 2017

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Risikobereites Infrastrukturministerium

Risikobereites Infrastrukturministerium© BMVIT_Zinner

Mit Early Stage wird die Umsetzung radikal neuer Ideen gefördert. Denn innovative Betriebe schaffen mehr Arbeitsplätze.

Das Infrastrukturministerium fördert künftig Hochrisikoprojekte von heimischen Betrieben mit über 11 Millionen Euro. Radikal neue Ideen oder Produkte sind für Unternehmen oft mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko verbunden und deshalb schwer zu finanzieren. Um in dieser sensiblen Frühphase zu unterstützen, startete das Infrastrukturministerium das neue Forschungsförderungsprogramm Early Stage. Es richtet sich an junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial und Firmen, die in neue Nischen vordringen wollen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Klein- und Mittelbetrieben.

Wachstumspotenzial
„Viele Unternehmen setzen neue Ideen nicht um, weil sie das wirtschaftliche Risiko nicht eingehen können. Dabei sind es gerade die radikal neuen Einfälle, die den größten Erfolg und neue Arbeitsplätze bringen. Darum wird hier die öffentliche Hand als Partner zur Seite stehen: Mit unserem Förderprogramm verringern wir das finanzielle Risiko und bestärken unsere Betriebe darin, ihre neuen Ideen in die Tat umzusetzen“, sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.
Die FFG wickelt das Programm für das Infrastrukturministerium ab. Projekte werden über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren unterstützt. Förderungswürdig sind Ideen, deren Wachstumspotenzial von einer Fachjury als besonders hoch eingeschätzt wird. Das Infrastrukturministerium übernimmt bis zu 70 Prozent der Projektkosten, maximal 1 Million Euro. Hintergrund der neuen Förderschiene ist eine Studie von WIFO und KMU-Forschung Austria: Je höher die Forschungsausgaben, desto mehr Arbeitsplätze werden geschaffen und desto höher ist die Exportquote der Unternehmen. Die Analyse zeigt, dass um 10 Prozent erhöhte Forschungsausgaben das Beschäftigungswachstum in den zwei Folgejahren um 0,3 Prozent jährlich steigern.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 03.07.2017