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20. November 2017

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Joints werden durch das I-Kiffergerät abgelöst

Joints werden durch das I-Kiffergerät abgelöst© piqs.de/ ian sane

Die zunehmende Liberalisierung im Umgang mit Cannabis hat auch StartUps auf den Plan gerufen.

Firefly entwickelt und vertreibt einen Vaporizer, also einen Verdampfer mit der sich diverse Kräuter, darunter Cannabis, sehr kontrolliert konsumieren lassen. Das kleine handliche Gerät aus dem Silicon Valley ist Teil des Booms, der der Cannabis-Legalisierung folgt.
Durch die zunehmende internationale Liberalisierung im Umgang mit Cannabis wird auch die internationale Startup-Szene immer aktiver. Das wird auch auf den großen, deutschen Tech-Konferenzen im Sommer zu sehen sein. Dort steht die technologische Entwicklung um möglichst gesunde Konsummethoden im Vordergrund.
Die Gründer sind dabei keineswegs Kiffer sondern sehr erfolgreiche Entwickler, die sich mit dem Geld, das sie bei Firmen wie Apple und Cisco verdient haben, zur Ruhe setzen könnten. Mark Williams kündigte seine Führungsposition bei Apple. Sein Mitgründer Sasha Robinson verließ Moto, kurz nach dem Aufkauf durch Cisco.

Im Wohnzimmer neben dem Weinglas

Die beiden werkelten in Sashas Garage an Prototypen und verzweifelten fast an der Aufgabe eine Brennkammer in Sekunden auf 200° Grad zu erhitzen, ohne das es für die Hand, die das Gerät hält, zu warm wird. Am Ende setzte man auf Material das auch bei Raketen eingesetzt wird und nutzt Laserbohrer, weil andernfalls die Lüftungsporen der Brennkammer ihren Ansprüchen nicht gerecht wurden.
Die Zielgruppe sind etablierte, gut ausgebildete 30- bis 40-jährige, die früher gekifft haben, aber jetzt keine Lust auf illegalen Einkauf und gesundheitsschädliches Joints rauchen haben. Der Firefly Vaporizer ist gewissermaßen elegant genug, um ihn am Wohnzimmertisch neben das Weinglas zu stellen. Newsweek beschrieb ihn als “The iPhone of Vaporizers”.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 19.06.2017