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19. November 2018

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Die Vernetzung von Mensch und Maschine

Die Vernetzung von Mensch und Maschine© piqs.de/ashraful kadir

Geschwindigkeit und Verfügbarkeit von 5G-Technologien als Grundlage zukünftiger Arbeitswelten in Form sogenannter Connected Worker. A1 zeigt industrielles Pilotprojekt auf 5G-Basis mit Schwerpunkt auf Assisted und Augmented Reality.

Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und die Möglichkeiten von 5G werden die industrielle Arbeitswelt nachhaltig verändern. Intelligente, mit Sensoren ausgestattete Maschinen und leistungsstärkere Netze bringen für Unternehmen neue Produktionsmöglichkeiten mit sich. A1 zeigte nun gemeinsam mit Nokia und Nagarro im Technologiezentrum Arsenal erste Anwendungen für die Qualitätssicherung in der Industrie, wo das Anbringen von Schrauben auf einer Platine in Echtzeit geprüft wird. 

Moderne Industrie 4.0 Anwendungen 
Im konkreten Anwendungsfall kam eine Reihe von Technologien zum Einsatz, die für künftige Industrie 4.0-Anwendungen eine Schlüsselrolle spielen: Ein 5G-Netz stellt zuverlässig die erforderliche Bandbreite zur Verfügung, während die Verarbeitung der Daten nahe am Entstehungsort in einer sogenannten Edge Cloud geringe Latenzzeiten ermöglicht und zudem dafür sorgt, dass sensible Daten das Fabrikgelände nicht verlassen.
Parallel kommt auch Künstliche Intelligenz zur Anwendung um Abweichungen im Prozess zu identifizieren und diese Informationen werden wiederum per Augmented Reality Anwendung der Live-Videoübertragung hinzugefügt. Fehler im Produktionsprozess sollen so einfacher sichtbar und die Fertigungsqualität verbessert werden. „5G wird den nächsten Schub in der digitalen Transformation von Unternehmen bringen, durch den Menschen, Maschinen, Werkzeuge und Produkte in Echtzeit miteinander kommunizieren“, so Marcus Grausam, CEO bei A1.

Vernetztes Arbeiten
Um den Arbeitsprozess deutlich zu vereinfachen und zudem die Sicherheit von Technikern an schwer zugänglichen Orten zu erhöhen, entwickelte A1 mit Nagarro eine sogenannte Connected Worker Lösung. Der A1-Abnahmetechniker arbeitet dabei von seinem Office aus und die Verbindung mit dem Techniker am Einsatzort passiert über eine Assisted Reality Lösung. Durch die Verwendung virtueller Datenbrillen (Smart Glasses) sind beide Hände frei für die manuelle Tätigkeit, etwa Services oder Instandsetzungen von Maschinen oder Geräten. 
Das Abnahmeprotokoll wird dabei von den Technikern mittels einer eigenen Dash-Board-Anwendung Schritt für Schritt umgesetzt und so können synchron Mängel direkt vor Ort verifiziert und behoben werden, inklusive Dokumentation und Archivierung zur etwaigen Weiterleitung an Hersteller. Laut A1 ist ein hochwertiges und rechtsgültiges Abnahmeverfahren nun in einem Viertel der bisher üblichen Zeit möglich.
„Da Nagarro international bereits Erfahrung mit Assisted Reality Lösungen hat, konnten wir rasch den Proof-of-Concept umsetzen und die Vorteile für das Connected Worker Konzept belegen“, so Thomas Riedl, Geschäftsführer Nagarro Österreich. „Das gezeigte Anwendungsbeispiel ist sowohl innovativ als auch praxisrelevant und wir freuen uns, dass wir es gemeinsam mit A1 in Österreich zeigen können“, ergänzt Peter Wukowits, Geschäftsführer von Nokia Österreich.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 30.10.2018