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15. Dezember 2018

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Die Übergabe der Verantwortung

Die Übergabe der Verantwortung© Bilderbox.com

Geschindigkeit und Viefalt neuer digitaler Services steigen rasant. Unternehmen stehen vor der Wahl eigene Lösungen zu entwickeln oder externe Dienstleister zu beauftragen. Die IT-Industrie reagiert mit individuellen Angeboten vom kompletten Rechenzentrum bis zu einzelnen Teilsegmenten.

Der oberösterreichische Automatisierungsexperte KEBA entwickelt und produziert seit fast 50 Jahren innovative und qualitativ hochwertige Gesamtlösungen für die Bereiche Industrie-, Bank- und Dienstleistungs- sowie Energieautomation. Das weltweit tätige Unternehmen entschloss sich 2015 zu einer Neuausschreibung für die Auslagerung der IT-Infrastruktur und beauftragte Kapsch BusinessCom.
Zentrale Bestandteile sind der Betrieb des Datacenters, das Datenmanagement und das Thema Sicherheit. Als lieferantenunabhängiger Serviceprovider arbeitet Kapsch hier mit namhaften Partnern, Firewalls kommen von Check Point Technologies, Netzwerktechnik von Cisco und der SAP-Basisbetrieb wird mit X IT umgesetzt. Auftrag und Betrieb umfasst nicht nur die IT-Struktur von KEBA in Österreich, Kapsch BusinessCom kümmert sich auch um die Standorte in Asien, Europa sowie den USA.
„Der Aufbau der neuen Infrastruktur und die Übersiedlung der IT-Services sind professionell und erfolgreich über die Bühne gegangen, wir sind mit der Transition sehr zufrieden,“ resümiert Wolfgang Käferböck, IT-Leiter von KEBA. Der Outsourcing-Vertrag ist zudem Basis für eine längerfristige Partnerschaft, darauf aufbauend werden auch weitere IT-Bereiche behandelt. „Wir unterstützen KEBA auch bei der Umsetzung von Security Themen mit Mitarbeiterschulungen zu Erhöhung der Datensicherheit,“ so Thomas Minichmayr, Leiter der Kapsch-Geschäftsstelle Linz.

Internet der Dinge am Schanktisch
Automatisation und Datenverwertung spielen naturgemäß auch beim Internet of Things (IoT) eine zentrale Rolle. Deutsche Telekom und T-Systems sowie der Gläserproduzent Rastal bringen das Internet der Dinge nun auch an bislang analoge Orte wie Schanktische. Die Kooperationspartner entwickelten eine digitale Lösung für die Getränkeindustrie, die über intelligente Gläser und eine vernetzte Theke Informationen erfasst und mittels einer Cloud-Infrastruktur von T-Systems in unternehmerisch nutzbare Daten wandelt.
Das von Rastal entwickelte Smartglass enthält einen Chip, der sich in die Markenwelt des Getränkeherstellers integriert und Informationen zu Füllmenge, Getränkesorte, Zeitpunkt und Ort des Ausschanks enthält. Mit dem Glas auf der Smartbar werden die Informationen automatisch ausgelesen und per Sim-Karte an die Cloud von T-Systems gesandt. Dort werden die Daten ausgewertet und anschaulich visualisiert um sodann über Smartphones oder Tablets ortsunabhängig und in Echtzeit genutzt zu werden.
Die IoT-Lösung ermöglicht Getränkeherstellern und Gastronomen aber auch eine völlig neue Form der Kundeninteraktion sowie der Wettbewerbsdifferenzierung und die schlaue Theke liefert zudem valide Daten für bessere wirtschaftliche Planbarkeit. Bei Grossveranstaltungen können Getränkelieferungen besser an den Verbrauch angepasst werden, Wartezeiten für Gäste und Umsatzverluste minimiert und Personalplanung effizienter gestaltet werden. „Wir suchen stets nach innovativen wertschöpfenden Lösungen für Getränkewirtschaft und Gastronomie. Mit Deutscher Telekom und T-Systems können wir nun unseren Kunden mithilfe der Digitalisierung über das Glas einen relevanten Mehrwert bieten,“ so Thomas Nieraad, CEO bei Rastal.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 12.03.2018