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18. October 2018

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Das Paradoxon der Cyberbedrohungen

Das Paradoxon der Cyberbedrohungen© Bilderbox.com

Trend Micro veröffentlicht aktuellen Sicherheits-Bericht. Cyber-Angriffe werden zunehmend aggressiver und zielgerichteter, mangelnde DSGVO-Compliance kann Unternehmen erpressbar machen, so die zentralen Ergebnisse.

Die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro hat ihren Security-Roundup-Report für das Jahr 2017 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass vor allem gezielte, strategische und profitbringende Angriffe auf dem Vormarsch sind. Der neue Sicherheits-Roundup mit dem Titel „Das Paradoxon der Cyberbedrohungen“ bündelt aktuelle Forschungsergebnisse der IT-Sicherheitsfirma zur aktuellen Bedrohungslage.
Die Security-Experten konnten 2017 eine deutliche Zunahme bei Ransomware, dem Mining von Kryptowährungen und Business-E-Mail-Compromise (auch „Chef-Masche“) feststellen. Cyberkriminelle arbeiten kontinuierlich an der Steigerung der Profitabilität solcher Angriffe. Dieser Trend wird sich auch im Jahr 2018 fortsetzen, so Trend Micro in einer Aussendung.

Sprunghafter Anstieg  
Der Bericht zeigt einen 32-prozentigen Zuwachs bei neuen Ransomware-Familien im Vergleich zum Vorjahr, wobei diese von einer kleineren Anzahl professionalisierter Krimineller ausgingen. Business-Email-Compromise-Angriffe haben sich von der ersten Jahreshälfte 2017 zur zweiten mehr als verdoppelt. Die Anzahl von Kryptowährungs-Malware stieg sprunghaft auf über 100.000 Entdeckungen alleine im Oktober an.
Für das Jahr 2018 rechnet Trend Micro mit einer weiteren Zunahme strategischer und zielgerichteter Angriffe. Darunter fallen auch Erpressungsversuche, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der kommenden EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stehen (anm. ab 25. Mai dieses Jahres). Im Falle eines Datenverlustes können Cyberkriminelle mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten drohen, sofern die betroffenen Unternehmen nicht DSGVO-konform sind oder ihrer Auskunftspflicht nicht nachkommen. 

Geld, Daten oder Reputationsschäden
„Der Sicherheits-Roundup 2017 offenbart eine komplexe Bedrohungslandschaft. Cyberkriminelle stellen zunehmend fest, dass strategische Angriffe auf wertvolle Unternehmens-Assets den größten Nutzen bringen, egal ob es sich dabei um Geld, Daten oder Reputationsschäden handelt“, so Jon Clay, Director of Global Threat Communications bei Trend Micro. „Diese Entwicklung zeigt, dass es keine Allzweckwaffe im Kampf gegen die große Bandbreite an Bedrohungen für Unternehmen gibt. Wir raten hier zu einer Mischung bewährter Sicherheitsmechanismen“, ergänzt Clay.
Auch angreifbare IoT-Geräte sind weiterhin ein großes Sicherheitsrisiko. Trend Micro identifizierte 2017 über 45 Millionen Vorfälle von Kryptowährungs-Mining, was insgesamt 49 Prozent aller Sicherheits-Vorfälle mit IoT-Geräten ausmachte. Auch Software-Schwachstellen sind weiterhin ein beliebtes Ziel, wobei im Rahmen der Zero Day Initiative (ZDI) über 1.008 neue Sicherheitslücken entdeckt und veröffentlicht wurden.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 12.03.2018