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19. Juni 2018

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Das oberste Gebot beim vernetzten Automobil

Das oberste Gebot beim vernetzten Automobil© piqs.de/uggboyuggirl

Sicherheit gilt als zentrales Kriterium bei autonomen und vernetzten Autos. Panasonic und Trend Micro arbeiten ab nun gemeinsam an IT-Sicherheitslösungen für automatisierte Fahrzeuge und Connected Cars.

Im Rahmen der neuen Kooperation geht es um Sicherheitslösungen, die Angriffe auf verschiedene Komponenten dieser Fahrzeuge erkennen und verhindern sollen. Zu den Entwicklungsbereichen gehören Steuergeräte (Electronic Control Units/ECUs) ebenso wie In-Vehicle Infotainment-Systeme (IVIs), einschließlich Navigationssysteme, sowie Telematik-Geräte.

Reales Bedrohungsszenario
Hackerangriffe auf die Steuer- und Bremssysteme von Connected Cars stellen ein reales Bedrohungsszenario dar. Regelmäßig werden Sicherheitslücken entdeckt, die für einen unberechtigten Fernzugriff genutzt werden könnten. Wichtig ist dabei nicht nur jedes Fahrzeug abzusichern, sondern auch neue Angriffsmuster kontinuierlich zu analysieren. Zu diesem Zweck werden im Fahrzeug verbaute Systeme per Cloud-Anbindung überwacht und die Analyseergebnisse genutzt, um wirksame Gegenmaßnahmen in allen verbundenen Fahrzeugen zu implementieren.
Die gemeinsame Entwicklung basiert auf der Control Area Network (CAN) Intrusion-Detection- und -Prevention-Technologie von Panasonic sowie Trend Micro IoT Security. Die Technologie von Panasonic erkennt Befehle, die unberechtigterweise an Steuergeräte gesendet werden und sich auf Fahrmanöver auswirken. Trend Micro IoT Security wird in IVI-Systeme wie Navigationsgeräte integriert und nutzt dabei globale Bedrohungsinformationen wie Expertise von Trend Micro, etwa bei der Malware-Analyse.
Von den Systemen identifizierte Ereignisse werden gesammelt und an eine Cloud-basierte Analyseplattform geschickt und so sollen verdächtige Zugriffe erkannt und blockiert werden. Ziel der neuen Zusammenarbeit ist Entwicklung und kommerzielle Vermarktung dieser Lösung. Die Marktreife ist für 2021 geplant.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 19.02.2018