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27. August 2016

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Big Data gegen Internetbetrug

Big Data gegen InternetbetrugBilderbox.com

Zahl der Betrugsfälle beim Online Banking hat sich verdoppelt, Datensicherheit rückt bei Finanzdienstleistern noch stärker in den Fokus.

Eine aktuelle Studie der Forrester Consulting Group im Auftrag von Xerox zeigt in der Finanzdienstleistungsbranche einen verstärkten Einsatz von Big Data-Lösungen gegen Internetbetrug. Um potenziellem betrügerischem Verhalten rasch zu begegnen, will rund die Hälfte der befragten IT-Entscheider aus dem Finanzsektor innerhalb der nächsten Monate ihr Kundendatenarchiv analysieren,.
Die Bereiche Datensicherheit und Privatsphäre stellen in den nächsten Monaten laut 44 Prozent der Befragten die größte Herausforderung für Finanzdienstleister dar. Diese Entwicklung wird zusätzlich durch die in 2017 in Kraft tretende “General Data Protection Regulation” untermauert.
„Wenn die Datensicherheit der Kunden eines Finanzdienstleisters in Gefahr ist, besteht die große Herausforderung darin, den Betrug rechtzeitig zu erkennen und zu kommunizieren,” betont Craig Saunders, Director of Analytics Ressource Center bei Xerox Consulting and Analytics Services. “Immer mehr Anbieter erkennen daher die Notwendigkeit, in technische Infrastrukturen zu investieren, mit denen sich Kundenverhalten im Netz genau analysieren läßt, um so schnell auf Unstimmigkeiten aufmerksam zu werden,” so Saunders weiter.

Compliance und Fachwissen

Neben dem Fokus auf Betrug müssen sich Finanzdienstleister auch auf die stetig wachsenden Anforderungen für Compliance (43 Prozent) und Reporting (42 Prozent) einstellen. Dass Fachwissen in der Datenverarbeitung wird zukünftig immer wichtiger, auch durch den wachsenden Bedarf an Transparenz im Finanzsektor. Als Konsequenz planen rund ein Drittel (33 Prozent) aller Befragten die Einstellung von weiteren Datenverarbeitungsspezialisten in den nächsten Monaten.
Die Studie zeigt zudem, dass 69 Prozent aller Finanz-Unternehmen immer noch erhebliche Probleme mit ungenauen Datensätzen in ihren Systemen haben. Vor der Analyse und dem daraus resultierenden Kenntnisgewinn für Betrugvermeidung und Compliance, sollte daher zunächst einmal eine umfassende Bereinigung und Aktualisierung aller vorhandenen Datensätze stehen.
Größere Investitionen in Handel und Risikoanalyse innerhalb des nächsten Jahres sollen rund zwei Dritteln der Studienteilnehmer dabei helfen, Betrugsfälle früher zu entdecken. Bezüglich der Verbesserung bestehender Datensätze, wollen 28 Prozent aller befragten Unternehmen mit einem externen Anbieter zusammenarbeiten und bereits geplante Big-Data-Projekte so schnell wie möglich starten.

Die Definition von Big Data in der Studie
Forrester definiert Big Data als eine Reihe von Methodologien, Prozessen, Architekturen und Technologien. Diese erfordern neben spezieller Hardware, Algorithmen und Wissen auch Prozesse, die über die Standardtechniken zur Datenanalyse hinausgehen, um die anfallenden großen Mengen an unterschiedlichsten Daten verarbeiten und ein Ergebnis liefern zu können.

Für die Studie „Big Data im heutigen Westeuropa“ führte Forrester eine Online-Umfrage unter 330 Senior Business- (CEO, HR, Finance und Marketing) und IT-Entscheidern im Einzelhandel sowie in High-Tech-, Industrie- und Finanzdienstleistungsunternehmen in Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien durch.
Die Studie wurde im Januar 2016 fertig gestellt und bezieht sich auf drei Gruppen, die anhand ihrer „Datenreife“ festgemacht werden: die „Datarati“, die „Daten-Entdecker“ und die „Daten-Nachzügler“. Die Umfrageteilnehmer wurden anhand ihres Zustimmungsgrades zu bestimmten Statements über Big Data und Analysefähigkeiten in die einzelnen Gruppen eingeordnet.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.01.2016