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19. November 2017

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Stilvolle Reisen ganz à la carte

Stilvolle Reisen ganz à la carte© Bilderbox.com

Abseits von den Touristentrampelpfaden und mit etwas Kleingeld ist Reisen noch ein echter Genuss.

All jene, die sich Mallorca, die Dominikanische Republik und andere nähere oder fernere Ziele des ungebremsten Massentourismus tunlichst ersparen und ihre meist hart verdienten Urlaubstage und -wochen des Jahres stilvoll verbrin- gen möchten, müssen zwar etwas tiefer als die Allgemeinheit ins Portemonnaie greifen. Dennoch brauchen sie keine Milliardäre oder im Besitz einer Ame- rican-Express-Centurion-Kreditkar-
te und deren Privilegien zu sein, um wie die Wohlhabenden diverse Life- style-Reisen und Topdestinationen zu genießen und dabei in eine luxuriöse Welt des Reisens einzutauchen.
Das Zauberwort für die Vermeidung von finanziellem Ruin durch eine Traumreise lautet „Geheim- tipps“. Wer schon einmal in Gehweite zu Balis Traumstrand Jimbaran (Business-Class-Flug nach Denpasar mit Singapore Airlines oder Austrian Airlines über Bangkok oder Kuala Lumpur) im exklusiven Jamahal Villenresort (www.jamahal.net) mit ei- genem Haus, Garten und Pool ab 400 Euro pro Nacht residiert hat, kann da- von ebenso ein Lied singen wie jene, die auf Malaysias Privaturlaubsinsel Pankor Laut (ab 300 Euro pro Nacht und Residence, Business-Class-Flug mit Malaysia Airways via Frankfurt) waren (www.pankorlautresort.com). oder den Abend im schönsten Badezimmer der Welt in freier afrikanischer Natur im exklusiven, am Sambesi gelegenen Songwe Village (ab 300 Euro pro Nacht) verlebt haben.
Auch auf den Malediven kann man für ein einigermaßen überschaubares Budget „echten Sechssternekomfort“ auf der Luxusinsel Kanuhura (vier Tage „Off Season“ ab 2200 Euro im Paketpreis bei Economy; für Business Class kann man mit Air France via Paris ungefähr 1900 Euro aufschlagen) genießen und die damit ersparten paar Hundert Euro beim Krebs- rennen am Strand in Gesellschaft von Naomi Campbell, Will Smith und Co verwetten.

Hedonistischer Urlaubsexzess

Aber natürlich kann man diesen leistbaren Luxus jederzeit leicht und exorbitant übertrumpfen und wirk- lich ganz exklusiv und so richtig teu- er verreisen. Einer der „Geheimtipps“ für hedonistischen Urlaubsexzess jen- seits jedes Budgetrahmens ist der re- nommierte Reiseveranstalter Fischer Travel in New York. Fischer ist nicht in den Yellow Pages, dem Branchen- verzeichnis, gelistet. Sämtliche Kon- taktdaten des Unternehmens wer- den unter den Reichen und Schönen heimlich kolportiert. Schon allein die Mitgliedschaft in der Agentur kostet 50.000 US-Dollar Eintrittsgeld plus 10.000 US-Dollar pro Jahr.
Dafür bekommt man Reisen zu den exklusivsten und unmöglichs- ten Destinationen der Welt, Last- Minute-Reservierungen in eigent- lich ausgebuchten Suiten und Villen oder Golfunterricht vor Ort von nie- mand Geringerem als Tiger Woods.
Ebenso kann man der Seite von Spani- ens König Juan Carlos in der portugie- sischen Nobelherberge Grande Real Vil- la Italia Hotel and Spa urlauben (www. granderealvillaitaliahotel.com, Tipp: auch ohne Fischer ist ab 900 Euro die Buchung möglich). Oder man mietet eine Villa im Rancho Valencia Resort and Spa, um mit dem Sultan von Brunei zu speisen.
Fischer muss aber nicht sein. Hier drei Hot Spots, wo man zwar teurer, aber ohne Verarmungsgefahr traumhaften, exklusiven Sonnenurlaub abseits der tou- ristischen Trampelpfade machen kann: Da wäre einmal das Bucuti Beach Resort auf Aruba (www.bucuti.com) mit sei- nem traumhaften Strand zu nennen. Ein weiteres solches Ziel wäre die Turneffe Island Lodge (www.turneffelodge.com)
auf einer Privatinsel in Belize, wo man übrigens nur zweimal die Woche an- be- ziehungsweise abreisen kann. Hier ist auch kein TV, Internet oder Telefon vor- handen, damit man die Natur und den Partner richtig genießen kann. Empfeh- lenswert ist zudem das Parrot Cay mit seiner Beach Villa auf den Turks- und Caicos-Inseln.

Mario Köppl, Economy Ausgabe 60-07-2010, 04.08.2017