Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

23. October 2018

Search form

Search form

Gemietete Freunde für depressive User

Gemietete Freunde für depressive User© piqs.de/steve evans

Smartphone-Anwendung "Rent a Boyfriend" therapiert Erkrankungen. Mittels speziell geschulter männlicher Freunde sollen primär Depressionen behandelt werden. Das Projekt ist in Indien gestartet, so ein Bericht von Pressetext Austria.

"Der Hauptgrund für Depressionen heutzutage ist die Ablehnung, mit der Menschen konfrontert sind, meist im Streben nach Liebe. Und wie so oft in solchen Fällen, haben die Betroffenen niemanden, mit dem sie reden können. Wir bieten keine feste Beziehung, sondern männliche Freunde, die sich die Probleme anhören", erklärt Kaushal Prakash, der Entwickler der neuen App. Die über die App verfügbaren Therapeuten werden in einem speziellen Training ausgebildet, Schwerpunkt ist dabei die Erkennung von Depressionen. Zudem werden auch Themen des „Wohlbefindens“ vermittelt, etwa Fragen zu Körperpflege und Styling.

Rein platonisch, ohne körperliche Leistungen
Für die Anmietung der Freunde kann aus drei Kategorien ausgewählt werden: Prominenten-Freunde (für umgerechnet 37 Euro pro Stunde), Models (für 24 Euro pro Stunde) und durchschnittliche Männer (für fünf Euro pro Stunde). In dem Zusammenhang betonen die Entwickler, dass die gemietete Beziehung eine rein platonische Begleitung und als Unterstützung gedacht sei. Körperliche „Leistungen“ seien auszuschließen.
Die Entwickler geben an „eine sehr umstrittene Basis geschaffen zu haben“ und das sei auch der Grund warum keine Freundinnen zu mieten seien. Das würde „noch mehr Kritik auslösen“. Die Anwendung ist vorab in den indischen Städten Mumbai und Pune verfügbar. Für die Zukunft sei bereits „eine Expansion geplant“.
"Wir sind die einzige Plattform, die auch Promis bietet. Die Leute können einfach eine Tasse Kaffee trinken und mit Leuten reden, die für diesen Zweck gestylt, präpariert und trainiert sind", so Prakash.

Links

Pressetext Austria/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 12.10.2018