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20. November 2017

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Hormone als Schutz vor altersbedingten Knochenbrüchen

Hormone als Schutz vor altersbedingten Knochenbrüchen

Ältere Risikopatientinnen profitieren am meisten von einer Hormonbehandlung, konnte mit einer US-Studie nachgewiesen werden.

Frauen, die unter einem sehr hohen genetischen Risiko von Knochenbrüchen leiden, profitieren von einer Hormontherapie. Ein Team laut der University at Buffalo um Heather Ochs-Balcom hat die Daten von fast 10.000 Frauen ausgewertet, die an der Women's Health Initiative teilnahmen. Dabei handelt es sich um eine landesweite Langzeitstudie mit insgesamt mehr als 150.000 Frauen.

Personalisierte Medizin
Die Forscher untersuchten erstmals den Zusammenhang zwischen Genen, Hormontherapie und Knochenbrüchen bei weißen Frauen nach der Menopause. Ochs-Balcom zufolge sind die Vor- und Nachteile einer derartigen Behandlung sorgfältig abzuwägen. Es gehe dabei um Präzision und personalisierte Medizin - also den Versuch, die passenden Medikamente dort anzuwenden, wo am meisten profitieren und am wenigsten geschädigt werden.
Mit dem Alter nimmt bei Frauen die Knochenmineraldichte ab. Damit erhöht sich auch das Risiko von Knochenbrüchen bei Stürzen, die im Laufe der Jahre häufiger werden können. "Unsere Studie untersucht erstmals, wie eine vererbte Prädisposition mit dem Einsatz einer Hormontherapie zusammenhängt", so Ochs-Balcom. Forscher der University at Buffalo führen derzeit Folgestudien mit den Teilnehmerinnen der Women's Health Initiative durch. Zahlreiche Frauen sind derzeit zwischen 67 und 100 Jahren alt. Die Ergebnisse wurden im "Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" veröffentlicht.

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PressetextAustria/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 26.05.2017