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23. September 2017

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Das AIT will in der Championsleague mitspielen

Das AIT will in der Championsleague mitspielen© piqs.de/schesl

Dazu soll das Austrian Institute of Technology mit Forschungseinrichtungen in den Ländern kooperieren, Übernahmen sind aber nicht beabsichtigt.

Das Austrian Institute of Technology (AIT) will verstärkt mit Forschungseinrichtungen in den Bundesländern kooperieren. "Das soll helfen, Zersplitterungen in einem kleinen Land zu überwinden, ohne dass wir etwas dominieren wollen", erklärte AIT-Aufsichtsratschef Hannes Androsch. Vor zehn Jahren, im Mai 2007, hatte Androsch den Vorsitz im Aufsichtsrat der Forschungseinrichtung übernommen, die damals noch Austrian Research Centers (ARC) hieß und "mehr oder weniger am Ende war, vor allem weil die Industrie aussteigen wollte". Das konnte verhindert werden und mittlerweile sei die Neuaufstellung und Sanierung geglückt, sagte Androsch.

Ein Drittel der Auftragsforschung fürs Ausland

Finanzchef Alexander Svejkovsky belegte dies mit Geschäftszahlen: Bei einem Umsatz von 137 Millionen Euro liege die Eigenkapitalquote bei 37 Prozent (gegenüber 15 Prozent in 2008). Extern würden mehr als 70 Millionen Euro erzielt. Davon kämen bei der kofinanzierten Forschung 40 Prozent von der EU, auch bei der Auftragsforschung werde ein gutes Drittel im Ausland lukriert. Deshalb will das AIT nun "zur Expansion übergehen" - "auf ein vernünftiges Ausmaß", aber doch in einer Größenordnung, "um in der europäischen Champions League mitspielen zu können", so Androsch.
Der Aufsichtsratschef verwies auf die Vielzahl an nationalen und internationalen Kooperationen, was sich etwa auch an den 250 Dissertanten am AIT zeige. Weil Österreich zu klein sei, um sich den Luxus der Zersplitterung leisten zu können, wolle man auch verstärkt mit der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research und dem Forschungsunternehmen Profactor in Steyr kooperieren. Von allen Beteiligten gebe es die Absicht, die Kräfte zu bündeln. "Wir sprechen jedenfalls nicht von Übernahmen", betonte Plimon.

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APA-Science/red/stem Link: , Economy Ausgabe Webartikel, 19.05.2017