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20. November 2017

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Deutschlands Uni-Klinik

Deutschlands Uni-Klinik© Bilderbox.com

Acht von zehn Deutschen verlassen Österreich nach dem Medizinstudium wieder. Österreichs Absolventen zeigen sich heimattreu.

84 Prozent der Deutschen, die in Österreich Medizin studiert haben, haben in den ersten drei Jahren nach dem Abschluss das Land verlassen. Auch in anderen Studien gibt es hohe Wegzugraten, zeigen Daten der Statistik Austria. Neben den Deutschen geht nach dem Medizin-Diplom auch der Großteil der Absolventen aus anderen EU-Ländern (69 Prozent) und aus Drittstaaten (60 Prozent) innerhalb von drei Jahren nach Abschluss ins Ausland, zeigt eine Untersuchung des Abschlussjahrgangs 2010/11. Von den heimischen Medizin-Absolventen sind nur acht Prozent weggezogen.
Das verwendet Österreich gegenüber der EU als Argument für die Mediziner-Quote. Da andernfalls die medizinische Versorgung nicht sichergestellt werden könnte, sind derzeit 75 Prozent der Studienplätze Inhaber eines österreichischen Maturazeugnisses reserviert. 20 Prozent gehen an EU-Bürger und fünf Prozent an Nicht-EU-Bürger.

Generell hohe Wegzugsraten
68 Prozent der Deutschen gingen in den ersten drei Jahren nach dem Bachelorabschluss aus Österreich fort, unter den restlichen EU-Bürgern waren es 54 Prozent, unter den Drittstaatsangehörigen 31 Prozent. Am höchsten ist der Anteil derer, die nach dem Abschluss wegziehen, unter den Doktoranden. Österreicher wandern hingegen nur zu einem geringen Teil ab: Unter allen heimischen Bachelor-Absolventen gingen gerade einmal knapp drei Prozent ins Ausland, unter den Doktoranden waren es acht Prozent.
Für Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer zeigen diese Zahlen die europäische Dimension des Themas auf: Es gebe großen Zuzug von Studenten, die nach dem Abschluss großteils nicht im Land blieben. Hier stelle sich die Frage, ob die Politik als Reaktion etwa für eine finanzielle Beteiligung anderer Länder an der Hochschulfinanzierung oder Zugangsbeschränkungen eintreten will.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 24.05.2017