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26. April 2018

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„Der digitale Wandel wird die ganze Welt verändern“

„Der digitale Wandel wird die ganze Welt verändern“© Bilderbox.com

Zukunftsforum in Tulln (NOe) behandelt die Herausforderungen der Digitalisierung als Querschnittsmaterie.

Im Atrium des Minoritenklosters im niederösterreichischen Tulln fand die Eröffnung des 7. Tullner Zukunftsforums zu den Themen „Wirtschaft – Gesellschaft – Wissenschaft“ statt. Dirk Helbing, internationaler Experte vom Computer Science Department der ETH Zürich referierte in seiner Key-Note zum Thema „Die digitale Gesellschaft – ein neues Zeitalter der Menschheitsgeschichte“.
„Der digitale Wandel bringt sehr viel an Veränderung mit sich und ist eine der größten Herausforderungen, weil er alle Lebensbereiche betrifft“, betonte Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner im Rahmen ihrer Einleitung. „Dieser Wandel wird die ganze Welt verändern, er passiert täglich“, so Mikl-Leitner weiter und „es ist Aufgabe der Politik sich mit dieser Entwicklung zu beschäftigen und diesen digitalen Wandel für Land und Leute zu nutzen“.

Neue Arbeitsplätze, Stärkung des ländlichen Raumes, bessere Lebensqualität
„Wir haben die europäische Erweiterung genutzt und Niederösterreich zu einer prosperierenden Region gemacht und nun lautet die Frage, wie können wir den digitalen Wandel nutzen um Arbeitsplätze zu schaffen, um den ländlichen Raum zu stärken und um die Lebensqualität zu verbessern“, erörtert die Landeshauptfrau und verweist auf die Digitalisierungsstrategie Niederösterreich (economy berichtete).
„Die zentralen Punkte dieser Strategie sind neue Arbeitsplätze zu schaffen. Arbeit ist das wichtigste Anliegen der Bevölkerung“, unterstreicht Mikl-Leitner. „Der digitale Wandel ist auch die große Chance, um den ländlichen Raum zu stärken und Unterschiede zwischen Stadt und Land zu beheben“, so die Landeschefin. Durch die Digitalisierung könne man zusätzliche Unternehmen in die ländlichen Regionen bringen. Als Leuchtturmprojekt nannte die Landeshauptfrau das neue Haus der Digitalisierung in Tulln (economy berichtete) für die Verschränkung von Wissenschaft und Wirtschaft und Start-Ups.
Dirk Helbing gab auch Einblicke in seine wissenschaftliche Arbeit: „Wir überbeanspruchen Ressourcen, es braucht offene Innovationen, eine Kreislaufwirtschaft, Sharing Economy und neue Erfolgsprinzipien“. Weitere Vorträge folgten von Peter Skalicky („Die Herausforderungen neuer und alter Technologien“), Helmut Haberl („Die Bedeutung von Ernährungsweisen und agrarischer Technologie“), Hans-Ulrich Grimm („Die Folgen moderner Kindernahrung: Die Kinder von heute sind die Kranken von morgen“), Gerhard Mangott („Die Rolle Russlands als Zukunftsfaktor Europas“) und Rudolf Taschner („Leben in der Technosphäre“).

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 26.01.2018